Kategorie: Journalisten-Interviews

„Ich möchte Menschen ermöglichen, mit ihren Themen und Geschichten aufzufallen.“

Sarah Lindner Video Impressions

Sarah Lindner (Foto: Beatrice Hermann)

Journalistenprofil: Sarah Lindner, TV-Reporterin und Unternehmerin

Sarah Lindner ist typische “Multi-Preneurin”: Sie ist TV-Reporterin und Unternehmerin, Buchautorin, war Medienbotschafterin China-Deutschland und freischaffende Mitarbeiterin beim NDR Fernsehen. Ab und zu hält sie als Dozentin an der Uni Hamburg Vorträge zum Thema “Authentisch sichtbar werden”.

Für ihre Berichte im Fernsehen ist sie offen für interessante Geschichten rund um ungewöhnliche Menschen und unterstützt in ihrem Onlinekurs für Videomarketing UnternehmerInnen dabei, mit Videomarketing Kunden anzuziehen. Wir haben mit ihr über ihre Arbeit gesprochen.

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„Wenn eine richtig gute PR-Agentur mir eine tolle Geschichte vermittelt, dann finde ich das gut.“

Marike Frick wasjournalistenwollen

Marike Frick

Journalistenprofil: Marike Frick, Journalistin und Medien-Coach

Marike Frick ist freie Journalistin und unterstützt gleichzeitig als Medien-Coach mit ihrer Webseite wasjournalistenwollen.de Unternehmen dabei, in die Medien zu kommen – mit PR, die funktioniert und auf die Bedürfnisse der Journalisten zugeschnitten ist. Wir fanden das Angebot von Marike so interessant, dass wir zusammen mit ihr ein Webinar organisiert haben, zum Thema „So reagieren Sie professionell auf Medien-Anfragen (und begeistern Journalisten)“ [Hier geht’s zur Anmeldung]. In unserem Interview stellen wir euch Marike und ihre Arbeit etwas genauer vor.

 

Marike, du bist Journalistin. Über welche Themen schreibst du so?

Ich habe schon häufig über Karrierethemen geschrieben, aber auch für Frauenmagazine über Themen wie Psychologie und Work-Life-Balance. Daneben auch immer mal wieder für Wirtschafts- und Wissenschaftsmagazine, also richtig viel querbeet. Es handelt sich hauptsächlich um Magazine – für die man immer viele Fälle und Experten braucht. In letzter Zeit kümmere ich mich aber vor allem um www.wasjournalistenwollen.de.

Du unterstützt Unternehmen jetzt dabei, in die Medien zu kommen. Wie kam es dazu, was war der Anreiz für die Rolle als Medien-Coach?

In meinem Genfer Coworking arbeiten viele Startups, mit denen ich ganz nebenbei ins Gespräch kam und die mir dann von ihren Versuchen erzählten, in die Medien zu kommen. Auf meine Frage, wie sie mit Journalisten in Kontakt treten, war die Antwort meistens: „Ich habe ganz viele Pressemitteilungen rausgeschickt.“ Daraufhin habe ich erklärt, dass das vielleicht der Fehler ist, denn Journalisten bekommen circa 100 bis 150 Pressemitteilungen pro Tag, und da ist es sehr schwer, herauszustechen. Ich habe dann angefangen, einige Tipps zu geben und irgendwann auch Seminare im Coworking angeboten. Daraufhin hatte jemand vorgeschlagen, dass ich meine Tipps online stelle. So kam eins zum anderen und jetzt bin ich seit Juni auch online als Mediencoach unterwegs.

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„Die Vielfalt in meiner Arbeit ist das Salz in der Suppe.“

Sabine Hense-Ferch, Nutzerin bei ResponseSource

Sabine Hense-Ferch (Foto: Peter Sudermann)

Journalistenprofil: Sabine Hense-Ferch, Redaktionsbüro

Sabine Hense-Ferch arbeitet als freie Journalistin, PR- und Werbetexterin und schreibt Hintergrundberichte für Magazine, überregionale Tageszeitungen sowie professionelle Texte für Unternehmen und Agenturen. Sie ist spezialisiert auf SEO-Texte, Unternehmensbroschüren, Corporate Publishing und Berichterstattung im Wirtschaftsbereich. Ihre Ausbildung hat sie beim Westfalen-Blatt absolviert, war anschließend Magazin-Redakteurin bei Für Sie und betreibt seit 1995 ihr eigenes Redaktionsbüro.

Sie schreiben Texte für Magazine, Unternehmensbroschüren und Websites sowie Verlage – wie schaffen Sie es, so viele verschiedene Hüte zu tragen? Gibt es einen Bereich, der Ihnen am meisten zusagt?

Die Vielfalt in meiner Arbeit ist überhaupt kein Problem, sondern das Salz in der Suppe. Wenn ich mich über eine längere Zeit mit denselben Themen und Darstellungsformen beschäftige, dann langweile ich mich schnell. So aber besteht der Reiz meiner Arbeit in ihrer Vielfalt. Was meine Arbeit spannend macht, sind interessante Menschen, bisher unbekannte Themen oder auch neue Facetten eines Themas, mit dem ich bereits vertraut bin. Was mir an meiner Arbeit derzeit am besten gefällt, ist die Beschäftigung mit Unternehmen: Das suchmaschinenoptimierte Texten von Webseiten, das Texten von Broschüren oder Kundenmagazinen. Hier kann man nicht nur inhaltlich eine Menge darüber zum Ausdruck bringen, was ein Unternehmen ausmacht, seine Kultur, seine Geschichte, die Marke, sondern auch mit der Art der Sprache, des Satzbaus und der Wahl der Worte viel transportieren.

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„Die Vorort-Recherche kann durch kein Telefonat ersetzt werden.“

Thomas Grether

Thomas Grether (Foto: Carola Müller von der Grün)

Journalistenprofil: Thomas Grether, Redaktionsbüro Grether

Thomas Grether war jahrelang Redakteur bei der „Frankfurter Rundschau“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Zudem arbeitete er als Redakteur für Wirtschaft und Gesundheitspolitik bei einer Tageszeitung für Ärzte. Sein Handwerk lernte er durch ein Volontariat bei der „Frankfurter Rundschau“. Dem folgte das Studium Journalistik und Volkswirtschaftlehre an der Ludwig-Maximilians-Universität, München. Seit 2005 führt er sein eigenes Redaktionsbüro Grether.

Sie schreiben seit Jahrzehnten über die Tourismus- und Gesundheitswirtschaft. Wie stellen Sie sich fachlich auf, und was ist der kleinste gemeinsame Nenner?

Der kleinste gemeinsame Nenner ist eigentlich ganz einfach gute Recherche und immer mehrere Seiten eines Aspektes zu beleuchten. Das lernt eigentlich jeder guter Journalist in seiner Journalistenausbildung und ich erinnere mich da auch immer wieder an die gute Ausbildung, die ich durch mein Volontariat bei der Frankfurter Rundschau genossen hatte.

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„Finanzwelt und Lifestyle? Es ist die Vielfalt an Themen, die mir Freude am Schreiben bereitet.“

Freiberufliche Autorin Rhea Wessel

Freiberufliche Autorin Rhea Wessel

Journalistenprofil: Rhea Wessel, freiberufliche Autorin für englischsprachige Medien und Unternehmen

Rhea Wessel ist aus den USA und lebt als freie Autorin in Kronberg, nahe Frankfurt. Sie ist amerikanische Muttersprachlerin und spricht fließend Deutsch.

Rhea Wessel verfasst Artikel für Magazine und gestaltet Texte und Reden für Unternehmen. Mit knapp 20 Jahren Erfahrung im Verfassen von Beiträgen für tagesaktuelle Publikationen wie die New York Times und das Wall Street Journal ist Rhea Wessel geübt darin, komplexe Themen zu vereinfachen und in mitreißende Geschichten zu verwandeln.

Einer ihrer Beiträge erschien in der Sammlung „The Best of Newspaper Writing 1999“, herausgegeben von Christopher Scanlan. Rhea Wessel ist Absolventin der Columbia University in New York und hat sich auf Unternehmen, Technologie und Soziales spezialisiert.

Sie schreiben über Finanz- und Lifestyle-Themen wie Coaching gleichermaßen. Wie kamen Sie auf diese ungewöhnliche Verbindung und wo sehen Sie Verbindungen zwischen den beiden Welten?

Für mich ist es gerade diese Vielfalt an Themen, die mir Freude am Schreiben bereitet. Es ist fast leichter aufzuzählen, worüber ich nicht schreibe, als andersherum, da ich so viele Themen abdecke. Und genau das gefällt mir an meiner Arbeit auch so.

Meine Geschichten über Arbeitspsychologie für BBC erlauben es mir, die Natur von uns Menschen genauer unter die Lupe zu nehmen. In meinen Augen gibt es nichts interessanteres als das! Die Verbindung zwischen Wirtschafts- und Finanzthemen mit allen anderen ist der Mensch und sein Verhalten.

Was hat sich im Journalismus verändert, seitdem Sie sich 2001 dafür entschieden haben, als freiberufliche Journalistin zu arbeiten?

Ich glaube, es ist schwierig, genug Geld als freiberufliche Autoren zu verdienen, wenn sie nicht auch für Unternehmen Aufträge annehmen. Weiterlesen

„Podcasts erlauben mir lebendige Gespräche mit Akteuren aus der Energiewende“

 

Podcast-Blogger Andreas Kühl von energynet

Podcast-Blogger Andreas Kühl von energynet

Journalistenprofil: Andreas Kühl, Initiator und Podcast-Blogger von energy.net

Andreas Kühl berichtet auf seinem Blog energynet.de über Neuigkeiten und Initiativen aus den Bereichen energiesparendes Bauen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Etwa alle 14 Tage führt er mit Energiebloggern und engagierten Personen Interviews für den energynet Podcast. 51 Folgen kamen seit 2012 schon zusammen. Jetzt haben wir ihm mal ein paar Fragen gestellt.

In Amerika spätestens seit Serial ein Riesen-Erfolg, in Deutschland in den Kinderschuhen: Podcasts. Warum haben Sie sich mit energynet.de für dieses Format entschieden?

Ein Podcast bringt mehr Persönlichkeit und mehr Leben mit als ein reiner Textbeitrag. Die Zuhörer erfahren mehr über den Podcaster/Blogger. Sie hören die Stimmen und Tonlagen der Sprecher, das Gespräch ist auch viel lebendiger. Hinzu kommt, dass man leichter nachfragen kann als in einem schriftlichen Interivew.

Ich wollte von Anfang an auf Interviews setzen mit Gästen, die sonst nicht bekannt sind (eine Ausnahme war Prof. Claudia Kemfert vom DIW) und mit ihnen über ihre Arbeit und Sicht auf die Energiewende sprechen. Das ist eine ganz andere Art, diese Menschen kennen zu lernen als in üblichen Textbeiträgen.

Was die Besonderheit von Podcasts ist: Man kann sie, im Gegensatz zu Videos, überall hin mitnehmen oder nebenbei anhören. Weiterlesen

„Texte über Software entstehen im Grunde wie Reiseberichte: anschauen, erleben, vergleichen“

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IT-Journalist Sandro Lucifora

Journalistenprofil: Sandro Lucifora, freier IT-Journalist

Sandro Lucifora arbeitet seit 1990 als freier Journalist – unter anderem in den Bereichen IT und Elektronik. Neben Tests, Workshops und Fachberichten hat er auch an Ratgebern für Endverbraucher mitgewirkt. Seine zweite Leidenschaft ist das Schreiben von Reiseberichten.

Sie sind seit über 25 Jahren als freier Journalist tätig. Was hat sich in dieser Zeit verändert?

Sandro Lucifora: In Bezug auf Journalismus hat sich die Art geändert, wie Unternehmen ihre Neuheiten verbreiten. Wo früher Briefe per Post und persönlich Telefonate üblich waren, so „bombardieren“ mich heute einzelne Unternehmen gerne auch mal mit Dutzenden Meldungen pro Tag, per E-Mail. Die Menge an Informationen ist um ein Vielfaches größer. Was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass es auch mehr Sachen gibt, über die es sich zu berichten lohnt. Weiterlesen

„Konstruktiver Journalismus stellt sich den Problemen mit offenen Augen und wachem Verstand“

Perspective Daily Dr. Maren Urner

Dr. Maren Urner von Perspective Daily

Journalistenprofil: Dr. Maren Urner und Felix Austen von Perspective Daily – Für einen Journalismus, der fragt, wie es weiter geht.

Dr. Maren Urner ist promovierte Neurowissenschaftlerin und hat Perspective Daily gemeinsam mit Han Langeslag, Bernhard Eickenberg und Felix Austen ins Leben gerufen. Bis zum 28. März 2016 läuft die Crowdfunding-Kampagne, mit der PerspectiveDaily um Mitglieder für 42 Euro im Jahr wirbt. Dann will das neue Medium spätestens Anfang Mai durchstarten – für einen Journalismus, der fragt: Wie kann es weitergehen?

PD_LogoPerspective Daily will eine neue Form des journalistischen Arbeitens etablieren. Was genau versteht ihr unter „konstruktivem Journalismus“? Aus welcher Motivation heraus handelt ihr?

Felix Austen: Konstruktiver Journalismus stellt – vergleichbar mit der konstruktiven Kritik – nicht nur heraus, was schlecht läuft, sondern auch, was gut läuft. Wir wollen Lösungen diskutieren und aufzeigen, damit die Leser merken: Veränderung ist möglich! Es tut sich was! Ich kann etwas bewirken!

Dass das funktioniert, haben Theorie und Praxis gezeigt: Viele Studien belegen, dass konstruktive Berichterstattung zu weniger Ermüdung und Depression als negative Sensations-Berichterstattung führt. Stattdessen fühlen sich Leser ermächtigt und ermutigt. Das Weltbild der meisten Medien-Konsumenten ist derzeit nachweislich ins Negative verschoben, wie wir auch bei unseren Auftritten mit einem einfachen Test immer wieder feststellen konnten.

Maren Urner: Unsere Motivation ist es, Wandel anzustoßen. Weiterlesen

„Mit kritischem Blick Wichtiges von Unwichtigem trennen“

Redakteur Mario Walser von Beschaffungsmanagement

Redaktionsleiter Mario Walser von Beschaffungsmanagement

Journalistenprofil: Mario Walser, Redaktionsleiter Beschaffungsmanagement

Mario Walser, Jahrgang 1972 ist Redaktionsleiter der Schweizer Fachzeitschrift „Beschaffungsmanagement“. Die Publikation berichtet zehnmal jährlich in Deutsch und zum Teil auch in Französisch über relevante Themen aus den Bereichen Beschaffung, Materialwirtschaft und Supply Management.

Im Interview mit ResponseSource erzählt er von seinem „Netzwerk 1.0“, die Suche nach Gastautoren und welche Rolle die Einhaltung von Gesetzen und Normen im Beschaffungsmanagement spielt.

1. Können Sie Leser, die nicht vom Fach sind, kurz abholen: Worum geht es im Beschaffungsmanagement, welche Geschichten verbergen sich hinter dem Begriff?

Das „Beschaffungsmanagement“ ist eine Fachzeitschrift. Sie wird von procure.ch, dem Schweizer Fachverband für Einkauf und Supply Management, herausgegeben und richtet sich an Einkaufsverantwortliche in Industrie-, Handels und Dienstleistungsfirmen.

Unser Fachverband bietet Aus- und Weiterbildungen, Serviceleistungen (u.a. den Purchasing-Managers’-Index, PMI) sowie diverse Netzwerk-Plattformen für Einkäufer aller Stufen an. Weiterlesen

„Aus Verpflichtung wurde für mich schnell Faszination“

Allyson JOUIN CLAUDE

Allyson Jouin-Claude von Le Figaro

Journalistenprofil: Allyson Jouin-Claude von Le Figaro

Nach ihrem jahrelangen Einsatz als freischaffende Journalistin für zahlreiche führende Medientitel ist Allyson Jouin-Claude im letzten Juli als TV-Expertin zur Redaktion der französischen Tageszeitung Le Figaro zurückgekehrt. Für Allyson sind Themenrecherchen und Wissensaustausch echte Motivationsfaktoren in ihrem Beruf. Uns gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit, erzählt von neuen TV-Formaten und spricht über ihre Erfahrungen mit ResponseSource.


Ihre Karriere ist beeindruckend!
Prisma Media, Mondadori Frankreich, Webedia… Sie haben mit den größten Mediengruppen in Frankreich kollaboriert und für führende Medientitel geschrieben. Was treibt Sie an und was inspiriert Sie in Ihrem Beruf?

Es ist vor allem die Neugierde, die mich anspornt. Trotz der Schwierigkeiten, die in der Natur des journalistischen Berufs liegen (und davon gibt es zahlreiche), ist es für mich als Journalistin eine große Chance, mit verschiedenen Persönlichkeiten und Perspektiven in Kontakt zu kommen. Das finde ich sehr bereichernd – sowohl auf einem menschlichen als auch kulturellen Niveau. In einer Gesellschaft der Selbstbezogenheit, wo alles und jeder gewisse Vorstellungen hegt, sehe ich mich als Journalistin als Querdenkerin, die sich in alles hineinversetzen und an jede Situation anpassen kann.

Aus dieser Verpflichtung wurde für mich schnell Faszination. Vom PR-Manager, TV-Moderator, Hypnotiseur, Ex-Minister bis zum Experten für Wanddekor: Bis jetzt hatte ich im Laufe meiner kurzen Karriere die Möglichkeit, die Welten von sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten zu entdecken und zu diskutieren. Ich genieße diese Chance, sie erhält die Lust an meinem Beruf.

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„Echter Dialog verlangt professionelle Geschichtenerzähler“

Eichsteller-Interview Photo cropped

Prof. Harald Eichsteller von der Hochschule der Medien

Expertenprofil: Prof. Harald Eichsteller, Hochschule der Medien Stuttgart

Harald Eichsteller hat als Chief Digital Officer eines deutschen Konzerns die erste Welle der Digitalisierung mitgestaltet, bevor er 2003 an die Hochschule der Medien nach Stuttgart wechselte. 2007 konzipierte er den Masterstudiengang Elektronische Medien, seit 2015 leitet er als Studiendekan die neuen 3-semestrigen Masterstudiengänge  Medienmanagement und Unternehmenskommunikation. Im Gespräch mit ResponseSource erklärt er, welche Eigenschaften Nachwuchs und Führungskräfte für das Zeitalter der digitalen Medien und der digitalen Transformation brauchen.

Als Professor für Internationales Medienmanagement begleiten Sie hunderte Studierende in das digitale Medienzeitalter. Welche Einstellung wollen Sie den Studierenden mit auf den Weg geben?

Neugierig sein, nicht vorschnell entscheiden, was wichtig und unwichtig ist, Analyse von Bewertung trennen, sich in so viel wie möglich Feldern ein fundiertes ‚Weltbild‘ erarbeiten, einen Weg finden, sich in diesen Feldern up to date zu halten und schließlich in zwei Feldern absolut spitze werden!

Im Frühjahr 2016 erscheint das Buch „Digitale Führungsintelligenz“ von Leila Summa, bei dem Sie mitwirken. Welche Fähigkeiten werden Ihrer Meinung nach die erfolgreichen Führungskräfte der Zukunft haben? Weiterlesen

Warum SEO Journalisten braucht

Sonja_Tautermann

Weboptimiererin & Texterin Sonja Tautermann

Ein Gastartikel von Sonja Tautermann, Weboptimiererin und Texterin

Suchmaschinenoptimierung – viele meiner Journalistenkollegen reagieren auf dieses Wort mit Abscheu. „Da werden doch Artikel nur mit Keywords vollgestopft“ oder „Ich schreib doch nicht mehr nur über Themen, die in Google gefragt sind“ sind Vorurteile, mit denen ich schon konfrontiert wurde. Als ob die kurz als SEO bezeichnete Disziplin ihnen also etwas wegnehmen würde. Da bin ich ganz anderer Meinung: SEO und Journalismus ergänzen sich perfekt.

Ist denn nicht der (heimliche) Traum jedes Journalisten, von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden? Sehen Tageszeitungsmacher nicht die Tage herbei, in denen die Reichweite noch eine ganz andere war? Genau das ermöglichen Suchmaschinen online, allen voran Google. Doch die Medienlandschaft hat in den vergangenen Jahren ganz anders auf den „Konkurrenten Google“ reagiert: die in den Suchergebnissen von Google verwendeten Textausschnitte seien „Diebstahl“, Verlage fordern Vergütungen laut Leistungsschutzrecht. Dass es sich dabei um kostenlose Werbung von Google handelt, haben viele Verlage offenbar immer noch nicht verstanden.

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Interview mit ResponseSource-Gründer Daryl im PR-Journal

Daryl Willcox

Daryl Willcox

Daryl Willcox, Gründer und CEO von ResponseSource, sprach mit dem PR-Journal über die Entstehung von ResponseSource, seine Erfahrungen als Journalist und den Übergang zum Unternehmertum.

Daryl gibt auch Einblicke in die britische PR- und Medien-Szene und erklärt, was Zweck und Ziel von ResponseSource ist.

„Ich wollte einerseits Journalisten die Möglichkeit geben, PR-Verantwortlichen genau mitteilen zu können, was sie benötigen und wann, und andererseits wollte ich PR-Verantwortlichen wertvolle Erkenntnisse darüber ermöglichen, was Medien wirklich brauchen.“

Das komplette Interview ist hier zu lesen: pr-journal.de.

„Der vermeidbarste Fehler ist schlechte Vorbereitung“

Tim Farin ist freier Journalist und gibt Seminare zum Thema Interviewführung

Freier Journalist Tim Farin

Journalisteninterview: Tim Farin, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Deutschlandfunk

Tim Farin gibt Seminare zur Interviewführung und schreibt als freier Journalist unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den Deutschlandfunk. Wir sprechen mit ihm über Recherchetechniken und machen uns Notizen zu seinen Interviewtipps.

Sein interessantestes Interview: „Ich kritisiere Allah ohne Rücksicht auf Tabus“ mit dem verstorbenen Ralph Giordano.

Sie geben in der Akademie Berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage (ABZV) Volontären Seminare zum Thema „Interviewführung“. Was sind Ihrer Meinung nach die grössten Fehler, die man als Fragesteller machen kann?

Der erste Fehler, der sich am leichtesten vermeiden lässt, ist schlechte Vorbereitung. Wer ein gutes Interview führen möchte, kann vorher eigentlich nicht genug recherchiert haben. Das hilft nämlich, einen weiteren großen Fehler zu vermeiden: Den Interviewpartner zu langweilen – und zwar schon zum Anfang des Gesprächs. Wer mangels Vorbereitung oder Gedanken ein Gespräch schlecht startet, muss damit rechnen, dass es hinterher kaum mehr zu retten ist. Ein weiterer Fehler, der uns allen ja immer wieder passiert: Sich volllabern lassen. Das mag im redigierten Ergebnis oft gar nicht so schlimm sein, im Gespräch läuft es aber auf Zeitverschwendung hinaus und auch darauf, dass wir kein Interview mehr führen, sondern einem Monolog lauschen.

Was raten Sie Ihren auszubildenden Journalisten zum Thema Recherche? Weiterlesen

„Mich zieht es zu Geschichten mit großen Einfluss auf das Leben von Menschen“

Donna Ferguson schreibt als freischaffende Finanzjournalistin u.a. für The Guardian und The Sunday Times.

Donna Ferguson schreibt als freischaffende Finanzjournalistin u.a. für The Guardian und The Sunday Times.

Journalistenprofil: Donna Ferguson, Freie Journalistin für The Guardian, Sunday Times und weitere

Die mehrfach ausgezeichnete britische Journalistin Donna Ferguson hat sich nach einem Studium der Anglistik auf Finanzthemen spezialisiert. Als freie Journalistin schreibt sie unter anderem für The Guardian und The Sunday Times über die Cyber-Sicherheit von Banken, gibt Verbrauchern Ratschläge für die private Finanzplanung und interviewt Promis zu ihren persönlichen Geldsorgen. Im Interview teilt sie Tipps für die Recherche und den Aufbau von Netzwerken als Wege zum journalistischen Erfolg.

Frau Ferguson, Sie haben in den letzten zwei Jahren fünf britische Journalistenpreise gewonnen und wurden gleich drei Mal als Financial Freelance Journalist of the Year ausgezeichnet. Welche Tipps haben Sie für angehende Journalisten?

Ich denke, die Hauptsache ist es sich Zeit zu nehmen, viel zu recherchieren – Weiterlesen

Im Interview: Judith Schuldreich über ihre Arbeit beim pressesprecher und die Dynamik zwischen PR-Unternehmen und Medien

Judith Schuldreich ist seit Januar 2014 Online-Chefin vom Dienst beim pressesprecher. Im Juli hat sie ihr Fernstudium als Kommunikationsmanagerin bei der Deutschen Presseakademie (depak)  abgeschlossen. In unserem Interview spricht Sie über ihre Zukunftspläne, momentane Projekte und ihre Erfahrungen mit ResponseSource als Journalistin.

Judith Schuldreich (Foto: Laurin Schmid)

ResponseSource: Im Juli haben Sie Ihr Zertifikat als Kommunikationsmanagerin von der Deutschen Presseakademie erhalten. Herzlichen Glückwunsch! Welchen Herausforderungen stellen Sie sich damit als nächstes?

Schuldreich: Tatsächlich muss ich mir darüber noch Gedanken machen, welche Herausforderungen ich damit angehen möchte. Als ich das Fernstudium begann, war mein vorrangiges Ziel, Öffentlichkeitsarbeit auch aus der Perspektive eines PR-Verantwortlichen denken und verstehen zu können. Und – ich gebe zu – um noch fundierter (fiese) Fragen für meine pressesprecher-Texte stellen zu können. Mittlerweile kann ich mir sogar vorstellen, mich beruflich in die PR-Richtung zu entwickeln. Aber bis ich mir darüber sicher bin, stelle ich weiter Fragen und übe das Konzepteschreiben für neue journalistische Formate.

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Im Interview: Harald Czycholl über Recherche und die Arbeit als Autor und freier Journalist

Harald Czycholl arbeitet als Fachjournalist für Politik und Wirtschaft und schreibt unter anderem für DIE WELT, die WELT am Sonntag und für die Stuttgarter Nachrichten. Auch als Autor beschäftigt er sich mit wirtschaftlichen Themen und veröffentlichte die Bücher „Fielmann. Ein Unternehmer mit Weitsicht“ (Wachholtz, 2014) und „100 Jahre Institut für Weltwirtschaft“ (Wachholtz, 2014).  In unserem Interview beschreibt er seine Recherchearbeit und seine Erfahrungen mit der Nutzung von ResponseSource als Journalist.

Harald Czycholl

Harald Czycholl, geboren in Kalifornien USA, ist zertifizierter Fachjournalist für Politik und Wirtschaft.

ResponseSource: In Ihren Artikeln beschäftigen Sie sich mit vielfältigen Themen: Batteriser, Eigenheime, Griechenland-Krise, Versicherungen und mehr. Journalisten müssen innerhalb kürzester Zeit Experten einer Thematik werden. Wie gehen Sie als freier Journalist im Bezug darauf bei Ihrer Recherche vor?

Czycholl: Es ist gar nicht mein Anspruch, Experte einer Thematik zu sein, über die ich schreibe. Aus meiner Sicht ist es die Aufgabe eines Journalisten, komplexe Themen ansprechend, lesenswert und verständlich aufzubereiten. Ein Grundwissen kann man sich anlesen, Expertenwissen muss man im Rahmen der Recherche erfragen. Die Herausforderung ist also aus meiner Sicht nicht, in kürzester Zeit Experte einer Thematik zu werden, sondern in kürzester Zeit Experten zu finden, die einem selbst und natürlich vor allem den späteren Lesern die Thematik erklären können. Weiterlesen

Crowdfunding schafft Freiräume

Spätestens seit Krautreporter die größte journalistische Crowdfunding-Kampagne in Deutschland mit der Hilfe von über 16.000 Unterstützern und mehr als 900.000 Euro zur Finanzierung des Krautreporter-Magazins erfolgreich umgesetzt hat, ist Crowdfunding in aller Munde. Grund genug, um uns mit den Themen Crowdfunding und Journalismus etwas näher auseinanderzusetzen. Dazu haben wir uns mit Eric Schreyer, freier Journalist und Herausgeber von CrowdFundBeat Deutschland, unterhalten. Im Interview spricht er mit uns über Qualitätsjournalismus, die Zukunft von Crowdfunding und gibt Tipps zur erfolgreichen Finanzierung eines eigenen Projekts.

Eric Schreyer

Eric Schreyer

ResponseSource: Herr Schreyer, welche Erfahrungen mit Crowdfunding-Projekten haben Sie persönlich?

Eric Schreyer: Im Januar dieses Jahres hatte ich auf einer US-amerikanischen Plattform ein kleines Projekt zur Entwicklung einer mobilen Anwendung für Menschen gestartet, die in der kryptografischen Währung Zetacoin Transaktionen ausführen wollen. Nach circa 18 Stunden war das Ziel von USD 1.000 erreicht. Durch eine begleitende Kampagne auf Thunderclap.it habe ich meine Botschaft verstärkt: „Enable financial inclusion: A mobile app for the unbanked! In 30 seconds payments from person to person“. Innerhalb von wenigen Tagen waren 102 Unterstützer mit einer sozialen Reichweite von 69.814 Menschen beisammen. Inzwischen ist das Vorhaben umgesetzt. Seit kurzem steht das Zetacoin Wallet auf Google play zum Herunterladen bereit. Im nächsten Schritt suche ich für dieses Non-Profit-Projekt nach strategischen Partnern, um die Anwendung in Afrika zu verbreiten. Der Elektrische Reporter auf ZDFinfo hat das Thema aufgegriffen und über Zetacoin berichtet.
Als Gründungsmitglied des German Crowdfunding Network tausche ich mich ständig mit Menschen aus, die an Crowdfunding interessiert sind und eigene Projekte realisiert haben. Ich halte Vorträge und biete Workshops an.

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„Dass sich Journalisten häufig wenig mit dem Netz auseinandersetzen, ist nicht nur ein Generationenproblem“

Stephan Dörner, Techredakteur beim Wall Street Journal Deutschland, gibt im Interview mit ResponseSource seine Einschätzung zur Bedeutung des Netzes für Journalisten in Deutschland und im internationalen Vergleich. Außerdem spricht er mit uns über Finanzierungsmöglichkeiten von Onlinejournalismus und die Grenzen von Crowdfunding und berichtet von seinen Erfahrungen mit ResponseSource. 

Stephan Dörner

Stephan Dörner

ResponseSource: Herr Dörner, unsere Ende Mai veröffentlichte Studie „Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag“, an der über 1.300 Journalisten teilgenommen haben, kam zu einem zentralen Ergebnis: Journalisten in Deutschland schöpfen das Potential des Internets zur Recherche und Verbreitung von Inhalten bei weitem nicht voll aus. Auf Sie scheint dies nicht zuzutreffen: Sie sind Techredakteur beim Wall Street Journal Deutschland, twittern seit 2008 und bloggen seit 2012 über Onlinejournalismus. Sind Sie eine Ausnahme oder Vorreiter einer neuen Generation von Medienmachern?

Stephan Dörner: Gerne wird das als Generationenproblem gesehen – leider gibt es aber auch viele Journalisten meiner Generation oder sogar jüngere, die wenig bis nichts mit den Mechanismen des Netzes anfangen können, obwohl sie es tagtäglich benutzen. Manche weigern sich sogar geradezu stolz, sich mit „dem Internet“ auseinanderzusetzen. Falsch finde ich auch den Ansatz, einen „Internet-Experten“ in einer Redaktion zu benennen, der sich dann um Verbreitung und Feedback im Netz kümmert. Langfristig muss es sich hier um eine Dimension einer journalistischen Geschichte handeln, die jeder Journalist gleich mitbedenkt – denn er oder sie kennt sich jeweils am besten mit der Materie aus. Um es kurz zu machen: Dass sich Journalisten häufig wenig mit dem Netz und seinen Mechanismen auseinandersetzen ist nicht nur ein Generationenproblem. Es wäre schön, wenn das so wäre – dann würde sich das Problem mit der Zeit von alleine lösen. Ich blogge übrigens schon deutlich länger, bin aber froh, dass meine ersten Blog-Versuche heute nicht mehr so einfach aufzufinden sind. 😉  Weiterlesen