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„Der vermeidbarste Fehler ist schlechte Vorbereitung“

Tim Farin ist freier Journalist und gibt Seminare zum Thema Interviewführung

Freier Journalist Tim Farin

Journalisteninterview: Tim Farin, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Deutschlandfunk

Tim Farin gibt Seminare zur Interviewführung und schreibt als freier Journalist unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den Deutschlandfunk. Wir sprechen mit ihm über Recherchetechniken und machen uns Notizen zu seinen Interviewtipps.

Sein interessantestes Interview: „Ich kritisiere Allah ohne Rücksicht auf Tabus“ mit dem verstorbenen Ralph Giordano.

Sie geben in der Akademie Berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage (ABZV) Volontären Seminare zum Thema „Interviewführung“. Was sind Ihrer Meinung nach die grössten Fehler, die man als Fragesteller machen kann?

Der erste Fehler, der sich am leichtesten vermeiden lässt, ist schlechte Vorbereitung. Wer ein gutes Interview führen möchte, kann vorher eigentlich nicht genug recherchiert haben. Das hilft nämlich, einen weiteren großen Fehler zu vermeiden: Den Interviewpartner zu langweilen – und zwar schon zum Anfang des Gesprächs. Wer mangels Vorbereitung oder Gedanken ein Gespräch schlecht startet, muss damit rechnen, dass es hinterher kaum mehr zu retten ist. Ein weiterer Fehler, der uns allen ja immer wieder passiert: Sich volllabern lassen. Das mag im redigierten Ergebnis oft gar nicht so schlimm sein, im Gespräch läuft es aber auf Zeitverschwendung hinaus und auch darauf, dass wir kein Interview mehr führen, sondern einem Monolog lauschen.

Was raten Sie Ihren auszubildenden Journalisten zum Thema Recherche? Weiterlesen

Im Interview: Harald Czycholl über Recherche und die Arbeit als Autor und freier Journalist

Harald Czycholl arbeitet als Fachjournalist für Politik und Wirtschaft und schreibt unter anderem für DIE WELT, die WELT am Sonntag und für die Stuttgarter Nachrichten. Auch als Autor beschäftigt er sich mit wirtschaftlichen Themen und veröffentlichte die Bücher „Fielmann. Ein Unternehmer mit Weitsicht“ (Wachholtz, 2014) und „100 Jahre Institut für Weltwirtschaft“ (Wachholtz, 2014).  In unserem Interview beschreibt er seine Recherchearbeit und seine Erfahrungen mit der Nutzung von ResponseSource als Journalist.

Harald Czycholl

Harald Czycholl, geboren in Kalifornien USA, ist zertifizierter Fachjournalist für Politik und Wirtschaft.

ResponseSource: In Ihren Artikeln beschäftigen Sie sich mit vielfältigen Themen: Batteriser, Eigenheime, Griechenland-Krise, Versicherungen und mehr. Journalisten müssen innerhalb kürzester Zeit Experten einer Thematik werden. Wie gehen Sie als freier Journalist im Bezug darauf bei Ihrer Recherche vor?

Czycholl: Es ist gar nicht mein Anspruch, Experte einer Thematik zu sein, über die ich schreibe. Aus meiner Sicht ist es die Aufgabe eines Journalisten, komplexe Themen ansprechend, lesenswert und verständlich aufzubereiten. Ein Grundwissen kann man sich anlesen, Expertenwissen muss man im Rahmen der Recherche erfragen. Die Herausforderung ist also aus meiner Sicht nicht, in kürzester Zeit Experte einer Thematik zu werden, sondern in kürzester Zeit Experten zu finden, die einem selbst und natürlich vor allem den späteren Lesern die Thematik erklären können. Weiterlesen