Stichwörter: Onlinejournalismus

Spotlight: Journalismus Y

Ein Gastartikel von Angelo Zehr und Luca Ghiselli

Bild: Anna Zimmermann

Bild: Anna Zimmermann / journalismus-y.ch

Gestern hat jemand zu mir gesagt: «Ihr seid die erste Generation, die ihren Eltern erklären muss, wie die Welt funktioniert». Unsere – also die Generation Y? Tatsächlich erlebe ich es ständig, dass Gleichaltrige ihren Verwandten bei Computerproblemen helfen müssen. Einzig das aber ist natürlich nicht ausschlaggebend.

Jedoch spüre ich in der Tat einen großen Unterschied zwischen unserer und anderen Generationen: Online- und Mobile Helfer werden von Jungen ganz selbstverständlich in ihren Alltag integriert. Untereinander macht man sich auf neue Plattformen und spannende Inhalte aufmerksam. Rasch und ohne Scheu versteht es unsere Generation, die Technologien zu unserem Nutzen einzusetzen.

Nicht, dass es auch Ältere gäbe, die das so tun. Weiterlesen

Lieblinks – Unsere Linktipps vom Oktober

Auch diesen Monat haben wir das Netz durchforscht, um euch unsere persönlichen Highlights aus dem Web zu den Themen #Journalismus, #Medien und #Recherche zu präsentieren. Unsere Lieblinks veröffentlichen wir immer am letzten Freitag des Monats.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Wenn ihr selbst Link-Empfehlungen habt, sind wir immer ganz Ohr (via Twitter, dach@responsesource.de oder einfach über die Kommentare).

 

  • Holger Schmidt (@HolgerSchmidt), Sprecher beim Focus Magazin, gibt eine ausführliche Präsentation über das Ausmaß des Medienwandels, wirtschaftliche Grundlagen, wichtige Plattformen und Tools für den Online-Journalismus. Ein definitives Muss für Medienmacher jeder Art.

  • Zapp das Medienmagazin (@ZappMM) hat sich mit dem Thema Nachwuchsjournalisten beschäftigt. Der Einstieg in den Beruf ist nicht einfacher geworden, doch wer sich auf Themen spezialisiert, hat bessere Chancen, sagen die Experten.

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LiebLinks – Unsere Linktipps vom September

Lesetipps fürs Wochenende: Am letzten Freitag des Monats gibt‘s bei uns im Blog wieder unsere LiebLinks – unsere persönlichen Highlights aus dem Web zu den Themen Journalismus, Medien und Recherche. 

Viel Spaß beim Lesen und schönes Wochenende!

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Im Interview: Judith Schuldreich über ihre Arbeit beim pressesprecher und die Dynamik zwischen PR-Unternehmen und Medien

Judith Schuldreich ist seit Januar 2014 Online-Chefin vom Dienst beim pressesprecher. Im Juli hat sie ihr Fernstudium als Kommunikationsmanagerin bei der Deutschen Presseakademie (depak)  abgeschlossen. In unserem Interview spricht Sie über ihre Zukunftspläne, momentane Projekte und ihre Erfahrungen mit ResponseSource als Journalistin.

Judith Schuldreich (Foto: Laurin Schmid)

ResponseSource: Im Juli haben Sie Ihr Zertifikat als Kommunikationsmanagerin von der Deutschen Presseakademie erhalten. Herzlichen Glückwunsch! Welchen Herausforderungen stellen Sie sich damit als nächstes?

Schuldreich: Tatsächlich muss ich mir darüber noch Gedanken machen, welche Herausforderungen ich damit angehen möchte. Als ich das Fernstudium begann, war mein vorrangiges Ziel, Öffentlichkeitsarbeit auch aus der Perspektive eines PR-Verantwortlichen denken und verstehen zu können. Und – ich gebe zu – um noch fundierter (fiese) Fragen für meine pressesprecher-Texte stellen zu können. Mittlerweile kann ich mir sogar vorstellen, mich beruflich in die PR-Richtung zu entwickeln. Aber bis ich mir darüber sicher bin, stelle ich weiter Fragen und übe das Konzepteschreiben für neue journalistische Formate.

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„Dass sich Journalisten häufig wenig mit dem Netz auseinandersetzen, ist nicht nur ein Generationenproblem“

Stephan Dörner, Techredakteur beim Wall Street Journal Deutschland, gibt im Interview mit ResponseSource seine Einschätzung zur Bedeutung des Netzes für Journalisten in Deutschland und im internationalen Vergleich. Außerdem spricht er mit uns über Finanzierungsmöglichkeiten von Onlinejournalismus und die Grenzen von Crowdfunding und berichtet von seinen Erfahrungen mit ResponseSource. 

Stephan Dörner

Stephan Dörner

ResponseSource: Herr Dörner, unsere Ende Mai veröffentlichte Studie „Medienmacher 2014 – Recherche, Qualitätsanspruch und Finanzierung im digitalen Alltag“, an der über 1.300 Journalisten teilgenommen haben, kam zu einem zentralen Ergebnis: Journalisten in Deutschland schöpfen das Potential des Internets zur Recherche und Verbreitung von Inhalten bei weitem nicht voll aus. Auf Sie scheint dies nicht zuzutreffen: Sie sind Techredakteur beim Wall Street Journal Deutschland, twittern seit 2008 und bloggen seit 2012 über Onlinejournalismus. Sind Sie eine Ausnahme oder Vorreiter einer neuen Generation von Medienmachern?

Stephan Dörner: Gerne wird das als Generationenproblem gesehen – leider gibt es aber auch viele Journalisten meiner Generation oder sogar jüngere, die wenig bis nichts mit den Mechanismen des Netzes anfangen können, obwohl sie es tagtäglich benutzen. Manche weigern sich sogar geradezu stolz, sich mit „dem Internet“ auseinanderzusetzen. Falsch finde ich auch den Ansatz, einen „Internet-Experten“ in einer Redaktion zu benennen, der sich dann um Verbreitung und Feedback im Netz kümmert. Langfristig muss es sich hier um eine Dimension einer journalistischen Geschichte handeln, die jeder Journalist gleich mitbedenkt – denn er oder sie kennt sich jeweils am besten mit der Materie aus. Um es kurz zu machen: Dass sich Journalisten häufig wenig mit dem Netz und seinen Mechanismen auseinandersetzen ist nicht nur ein Generationenproblem. Es wäre schön, wenn das so wäre – dann würde sich das Problem mit der Zeit von alleine lösen. Ich blogge übrigens schon deutlich länger, bin aber froh, dass meine ersten Blog-Versuche heute nicht mehr so einfach aufzufinden sind. 😉  Weiterlesen