Stichwörter: Qualitätsjournalismus

Crowdfunding schafft Freiräume

Spätestens seit Krautreporter die größte journalistische Crowdfunding-Kampagne in Deutschland mit der Hilfe von über 16.000 Unterstützern und mehr als 900.000 Euro zur Finanzierung des Krautreporter-Magazins erfolgreich umgesetzt hat, ist Crowdfunding in aller Munde. Grund genug, um uns mit den Themen Crowdfunding und Journalismus etwas näher auseinanderzusetzen. Dazu haben wir uns mit Eric Schreyer, freier Journalist und Herausgeber von CrowdFundBeat Deutschland, unterhalten. Im Interview spricht er mit uns über Qualitätsjournalismus, die Zukunft von Crowdfunding und gibt Tipps zur erfolgreichen Finanzierung eines eigenen Projekts.

Eric Schreyer

Eric Schreyer

ResponseSource: Herr Schreyer, welche Erfahrungen mit Crowdfunding-Projekten haben Sie persönlich?

Eric Schreyer: Im Januar dieses Jahres hatte ich auf einer US-amerikanischen Plattform ein kleines Projekt zur Entwicklung einer mobilen Anwendung für Menschen gestartet, die in der kryptografischen Währung Zetacoin Transaktionen ausführen wollen. Nach circa 18 Stunden war das Ziel von USD 1.000 erreicht. Durch eine begleitende Kampagne auf Thunderclap.it habe ich meine Botschaft verstärkt: „Enable financial inclusion: A mobile app for the unbanked! In 30 seconds payments from person to person“. Innerhalb von wenigen Tagen waren 102 Unterstützer mit einer sozialen Reichweite von 69.814 Menschen beisammen. Inzwischen ist das Vorhaben umgesetzt. Seit kurzem steht das Zetacoin Wallet auf Google play zum Herunterladen bereit. Im nächsten Schritt suche ich für dieses Non-Profit-Projekt nach strategischen Partnern, um die Anwendung in Afrika zu verbreiten. Der Elektrische Reporter auf ZDFinfo hat das Thema aufgegriffen und über Zetacoin berichtet.
Als Gründungsmitglied des German Crowdfunding Network tausche ich mich ständig mit Menschen aus, die an Crowdfunding interessiert sind und eigene Projekte realisiert haben. Ich halte Vorträge und biete Workshops an.

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