Beiträge von: Mandy Passehl

Im Interview: Harald Czycholl über Recherche und die Arbeit als Autor und freier Journalist

Harald Czycholl arbeitet als Fachjournalist für Politik und Wirtschaft und schreibt unter anderem für DIE WELT, die WELT am Sonntag und für die Stuttgarter Nachrichten. Auch als Autor beschäftigt er sich mit wirtschaftlichen Themen und veröffentlichte die Bücher „Fielmann. Ein Unternehmer mit Weitsicht“ (Wachholtz, 2014) und „100 Jahre Institut für Weltwirtschaft“ (Wachholtz, 2014).  In unserem Interview beschreibt er seine Recherchearbeit und seine Erfahrungen mit der Nutzung von ResponseSource als Journalist.

Harald Czycholl

Harald Czycholl, geboren in Kalifornien USA, ist zertifizierter Fachjournalist für Politik und Wirtschaft.

ResponseSource: In Ihren Artikeln beschäftigen Sie sich mit vielfältigen Themen: Batteriser, Eigenheime, Griechenland-Krise, Versicherungen und mehr. Journalisten müssen innerhalb kürzester Zeit Experten einer Thematik werden. Wie gehen Sie als freier Journalist im Bezug darauf bei Ihrer Recherche vor?

Czycholl: Es ist gar nicht mein Anspruch, Experte einer Thematik zu sein, über die ich schreibe. Aus meiner Sicht ist es die Aufgabe eines Journalisten, komplexe Themen ansprechend, lesenswert und verständlich aufzubereiten. Ein Grundwissen kann man sich anlesen, Expertenwissen muss man im Rahmen der Recherche erfragen. Die Herausforderung ist also aus meiner Sicht nicht, in kürzester Zeit Experte einer Thematik zu werden, sondern in kürzester Zeit Experten zu finden, die einem selbst und natürlich vor allem den späteren Lesern die Thematik erklären können. Weiterlesen

Über die Beziehungen zwischen Bloggern und PR

(K)eine Liebesgeschichte – Über die Beziehungen zwischen Bloggern und PRlern

Die gute Nachricht vorweg: Mehr als die Hälfte der deutschen Blogger begrüßt es, von Kommunikationsverantwortlichen kontaktiert zu werden. Das ergab eine Studie von IPREX im letzen Jahr, wie auch PRREPORT berichtete. Das Blogbarometer des internationalen Kommunikationsnetzwerkes zeigt aber auch, dass die Art und Weise, wie Blogger kontaktiert werden, zu wünschen übrig lässt. Doch woran genau liegt das? Weiterlesen

Wie nutzen Journalisten Social Media? – Social Journalism Study 2015

Die Mehrheit der britischen Journalisten nutzt soziale Netzwerke als festen Bestandteil ihrer täglichen Arbeit. Tatsächlich können sich über die Hälfte der Journalisten, nämlich 53,5%, die Ausübung ihrer Arbeit ohne Social Media nicht mehr vorstellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 11,5%. Dies geht aus der internationalen Social Journalism Study 2014/2015 hervor, welche von dem Medienunternehmen Cision und der Canterbury Christ Church University (UK) durchgeführt wurde. Die Studie beleuchtet jährlich die Nutzung sozialer Netzwerke von Journalisten und die Auswirkungen dieser auf ihre journalistische Arbeit. Befragt wurden Medienmacher weltweit aus der Cision Mediendatenbank. Weiterlesen

Daryl Willcox begrüßt die Besucher

Voller Erfolg: ResponseSource lädt zum britischen Breakfast in München

Vor den Medientagen in München haben wir Journalisten und ResponseSource-Abonnenten zu einem britischen Frühstück stilecht ins Victorian House eingeladen. Neben fantastischen Frühstücksplatten, Beans on Toast, pochierten Eiern und englischen Sausages, stand vor allem der Austausch zwischen den Besuchern und dem ResponseSource-Team im Mittelpunkt – neben Maria Irchenhauser war auch ResponseSource-Gründer Daryl Willcox angereist, um sich den Fragen der Besucher zu stellen. Weiterlesen

Neulich in der Saatchi Gallery: The Times Newseum

In der Saatchi Gallery in London ist momentan das The Times Newseum zu sehen. Ausstellungsgegenstände aus den Archiven der Times zeigen, wie sich die Berichterstattung in den letzten 230 Jahren entwickelt hat. Unser Praktikant Hannes Föst hat die Ausstellung für ResponseSource besucht und berichtet darüber in seinem Blogpost.

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Crowdfunding schafft Freiräume

Spätestens seit Krautreporter die größte journalistische Crowdfunding-Kampagne in Deutschland mit der Hilfe von über 16.000 Unterstützern und mehr als 900.000 Euro zur Finanzierung des Krautreporter-Magazins erfolgreich umgesetzt hat, ist Crowdfunding in aller Munde. Grund genug, um uns mit den Themen Crowdfunding und Journalismus etwas näher auseinanderzusetzen. Dazu haben wir uns mit Eric Schreyer, freier Journalist und Herausgeber von CrowdFundBeat Deutschland, unterhalten. Im Interview spricht er mit uns über Qualitätsjournalismus, die Zukunft von Crowdfunding und gibt Tipps zur erfolgreichen Finanzierung eines eigenen Projekts.

Eric Schreyer

Eric Schreyer

ResponseSource: Herr Schreyer, welche Erfahrungen mit Crowdfunding-Projekten haben Sie persönlich?

Eric Schreyer: Im Januar dieses Jahres hatte ich auf einer US-amerikanischen Plattform ein kleines Projekt zur Entwicklung einer mobilen Anwendung für Menschen gestartet, die in der kryptografischen Währung Zetacoin Transaktionen ausführen wollen. Nach circa 18 Stunden war das Ziel von USD 1.000 erreicht. Durch eine begleitende Kampagne auf Thunderclap.it habe ich meine Botschaft verstärkt: „Enable financial inclusion: A mobile app for the unbanked! In 30 seconds payments from person to person“. Innerhalb von wenigen Tagen waren 102 Unterstützer mit einer sozialen Reichweite von 69.814 Menschen beisammen. Inzwischen ist das Vorhaben umgesetzt. Seit kurzem steht das Zetacoin Wallet auf Google play zum Herunterladen bereit. Im nächsten Schritt suche ich für dieses Non-Profit-Projekt nach strategischen Partnern, um die Anwendung in Afrika zu verbreiten. Der Elektrische Reporter auf ZDFinfo hat das Thema aufgegriffen und über Zetacoin berichtet.
Als Gründungsmitglied des German Crowdfunding Network tausche ich mich ständig mit Menschen aus, die an Crowdfunding interessiert sind und eigene Projekte realisiert haben. Ich halte Vorträge und biete Workshops an.

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Mit Hoodie und Jutebeutel INTO THE WILD – Zu Besuch auf der re:publica 14

Die re:publica 14 fand in diesem Jahr vom 6. bis 8. Mai zum 8. Mal statt und bot Bloggern, Journalisten und Medienschaffenden eine Vielzahl an Präsentationen, Diskussionen und Aktionen. Aus der einstmals kleinen Veranstaltung für Wenige ist mittlerweile ein internationales Großevent für Tausende geworden. Weiterlesen