„Chancen und Herausforderungen liegen in der B2B-Kommunikation nahe beisammen“

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Gabriele Horcher, Geschäftsführerin von Möller Horcher

Expertenprofil: Gabriele Horcher, Geschäftsführerin von Möller Horcher 

Gabriele Horcher ist Geschäftsführerin von Möller Horcher, einer Agentur, die sich auf die Business-to-Business-Kommunikation von Unternehmen aus den Bereichen IT und High-Tech spezialisiert hat.

Sie arbeitet seit 25 Jahren als Kommunikationsexpertin in der IT-Branche und ist bei Möller Horcher verantwortlich für das Business Development, die Anpassung des Kommunikationsportfolios an die sich schnell verändernde Kommunikationslandschaft und das Trend-Scouting. Zudem schreibt sie als Expertin zu strategischen Themen der Kommunikation und Unternehmensführung, ist Moderatorin für Veranstaltungen und Vorstandsmitglied beim Rhetorik-Club Frankfurt e.V.

Was ist das Besondere an B2B-Kommunikation im Bereich IT? Wo liegen Chancen und wo Herausforderungen?

Chancen und Herausforderungen liegen in der B2B-Kommunikation nahe beisammen. Denn wir leisten Übersetzungsarbeit. Wir übersetzen vom Fachchinesisch der Entwickler in verständliches Deutsch für die unterschiedlichsten Zielgruppen der typischen Fachabteilungen – die wir über entsprechende Medien erreichen: Informationstechnologie, Geschäftsführung, Personal, Controlling, Entwicklung etc.

„Vertriebs-PR ist Content, der verkauft“, sagen Sie auf Ihrer Website. Welche Inhalte verkaufen sich Ihrer Erfahrung nach am besten?

Dazu zählen nach wie vor Neuigkeiten, aber auch nutzwertiger Content, der dem Leser in seiner konkreten Bedarfssituation weiterhilft.

Womit, glauben Sie, kann man Fachjournalisten für komplexe IT-Themen begeistern?

Heute: Indem wir zuerst den Nutzen erklären und dann die Technik, die dahinter liegt.

Früher: Indem wir demonstrieren konnten, dass die Technik wirklich funktioniert.

Sie sind seit einiger Zeit als Antwortgeberin bei ResponseSource angemeldet. Welches Potenzial haben Recherchedienste für die Pressearbeit?

Wir sind es gewohnt, aktiv auf Journalisten zuzugehen, wenn wir einen Beitrag platzieren wollen, der für die Leserschaft des Mediums interessant ist. Dieses pro-aktive Vorgehen hat sich bewährt. Es ist aber um ein Vielfaches einfacher, einem Journalisten einen Beitrag anzubieten, wenn der gerade zu diesem Thema einen Beitrag plant. Bisher haben wir unsere guten Kontakte genutzt sowie die Mediadaten verwendet. Die Mediadaten, die auch über redaktionelle Themen Aufschluss geben, werden aber bereits ein Jahr im Voraus festgelegt.

Mit dieser langfristigen Planung kommt aber heute kein Medium aus. Themen werden kurzfristig geplant und ggf. nicht mal von der eigenen Redaktion, sondern von freien Redakteuren erstellt. Diese agile Redaktionsplanung wird von ResponseSource unterstützt. Es werden suchende Redakteure mit den entsprechenden Anbietern von Themen zusammengebracht. Wir sehen es als eine wunderbare Ergänzung zu den altbewährten Tools!

Sie haben eine Bilderbuchkarriere in der PR-Branche hinter sich. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Oh, vielen Dank! Aber wir sind noch gar nicht am Ende des Wegs angekommen, sondern noch voll dabei. Das Erfolgsrezept: Fokussierung. Eine Agentur wird dann richtig gut, wenn sie die Medien kennt, die Journalisten kennt und auch bemerkt, wenn sich der Markt verändert. Eine Agentur, die jeden Markt bedienen möchte, kann dieses tiefe Know-how nicht erreichen.

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