„Ich möchte Menschen ermöglichen, mit ihren Themen und Geschichten aufzufallen.“

Sarah Lindner Video Impressions

Sarah Lindner (Foto: Beatrice Hermann)

Journalistenprofil: Sarah Lindner, TV-Reporterin und Unternehmerin

Sarah Lindner ist typische “Multi-Preneurin”: Sie ist TV-Reporterin und Unternehmerin, Buchautorin, war Medienbotschafterin China-Deutschland und freischaffende Mitarbeiterin beim NDR Fernsehen. Ab und zu hält sie als Dozentin an der Uni Hamburg Vorträge zum Thema “Authentisch sichtbar werden”.

Für ihre Berichte im Fernsehen ist sie offen für interessante Geschichten rund um ungewöhnliche Menschen und unterstützt in ihrem Onlinekurs für Videomarketing UnternehmerInnen dabei, mit Videomarketing Kunden anzuziehen. Wir haben mit ihr über ihre Arbeit gesprochen.

Frau Lindner, Sie sind TV-Autorin und Reporterin. Über welche Themen berichten Sie?

Vor allem über norddeutsche Menschen, die Geschichten und Themen verkörpern, die besonders sind, die anregen zur Diskussion bzw. die wichtig sind, um sich damit auseinander zu setzen.

Welche Bedingungen sollte ein Thema unbedingt erfüllen, damit es ins Fernsehen kommt?

Es kommt darauf an. Der Themenfilter ist natürlich von Redaktion zu Redaktion unterschiedlich. Wer zum Beispiel interessante neue Wirtschaftsthemen hat, wird mit seinem Thema bei anderen Redaktionen Erfolg haben als jemand, der sozialkritische Themen anspricht oder sich mit Mode- und Trendsportarten beschäftigt.

Schon bei meiner Magisterarbeit haben mich “Nachrichtenfaktoren” interessiert: Warum kommt ein Ereignis in die Medien, ein anderes nicht? Ich habe über die Jahre mal analysiert, welche Themen für Redaktionen in der Regel interessant sind. Ich bin dabei auf diese 5 Fernseh-Faktoren gekommen:

  1. Gesprächswert: Über das Thema sprechen die Menschen, es ist ein Thema mit Emotionen oder ein aktuelles Thema das Menschen gerade beschäftigt.
  2. Geschichte: Alle großen Filme erzählen eine Geschichte: ein Mensch, ein Paar oder eine Gruppe steht als “Protagonist” im Vordergrund. Ein Beispiel-Storytelling ist die “Heldenreise”: Ein “normaler” Mensch erhält einen “Ruf” und tritt eine “Reise” an. Ihm stellen sich verschiedene Hindernisse in den Weg, an denen er wächst. Aus dem “Kampf” geht er als Held hervor, er ist selbst an sich gewachsen. Wenn man sein Thema als Geschichte erzählt, dann bleibt es auch hängen.
  3. Guck-Faktor: Das Thema sollte bildstark sein, im besten Fall kann man Bilder sehen, die man so vorher noch nicht gesehen hat.
  4. Geheimnis: Was ist neu bzw. ungewöhnlich an dem Thema? Wir Menschen beschäftigen uns lieber mit “Neuem” als mit “Altem”. Wenn es ein Geheimnis zu entdecken gibt, ist es für uns meist doppelt interessant.
  5. Regionalitäts-Faktor: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist regional aufgeteilt. Geschichten in NRW sind beispielsweise beim WDR gut aufgehoben während das NDR Fernsehen über Geschichten in Norddeutschland berichtet.

Neben Ihrem Beruf als Journalistin bieten Sie einen Online-Kurs in Videomarketing an. An wen richtet sich der Kurs “Kundenmagnet Videomarketing” und welches Ziel verfolgen Sie damit?

Unser Kurs ist für Unternehmer, die authentisch sichtbar werden wollen, aus der Masse stechen möchten. Mit dem Online-Kurs gebe ich eine Hilfestellung, wie man das eigene Video erstellen und dabei eine packende Geschichte erzählen kann.

Da ich viel im Internet recherchiere, habe ich festgestellt, wie bildarm sich viele UnternehmerInnen, die ja potentiell auch tolle Themen bieten, präsentieren. Dabei sind Journalisten angezogen von “Emotionen”, von Menschen, von Bildern. Gerade beim Fernsehen zählt eben nicht nur, was man sagt, sondern auch wie man es sagt, welche Emotion dahinter steht.

Es ist wie im Bewerbungsgespräch: Es ist manchmal gar nicht so ausschlaggebend, was du sagst, als die Tatsache, wie du es sagst, wie du rüber kommst.

Viele TV-Journalisten suchen auch auf YouTube nach spannenden und bildstarken Geschichten aus der Region. Viele größeren Unternehmen haben genug Geld, um große Videokampagnen zu finanzieren und auf sich aufmerksam zu machen. Doch was ist mit dem kleinen Schuster um die Ecke?

Schade, wenn er sich nicht zeigt, dabei hat genau er Geschichten zu erzählen, die der Journalist aufgreifen könnte. Ich möchte es auch diesen Menschen ermöglichen, mit Ihren Themen und Geschichten aufzufallen.

Wie können Unternehmer oder Blogger ihre Videos professioneller gestalten? Welche Fehler sollte man auf jeden Fall vermeiden?

Ich habe gemerkt, dass viele Menschen nicht auf sich aufmerksam machen oder das vor allem über Texte, nicht jedoch über Videos tun. Doch Videos zeigen eine Person so hautnah wie sie ist – in Bild UND Ton. So kann der Journalist einschätzen, ob die Person für seine Story taugt. Die „Verbindung“ zwischen dem Journalisten und demjenigen, der ein Thema anbietet, wird enger und besser.

In unserer 7-Fehler-Video-Serie zeigen wir in kurzen Videos, wie man die häufigsten Fehler beim Videomarketing vermeiden kann. Kurz, vielleicht zwei Hauptfehler:

Tipp 1: Produkt-Werbung: Man sollte weniger über das Produkt und mehr über die Geschichte dahinter reden.

Tipp 2: Weniger ist mehr – Fokus ist das A und O. Viele Unternehmen wollen zu viel und scheitern – stattdessen sollte man eine Kern-Idee effizient umsetzen! Lieber fünf Videos zu fünf Themen als ein Video zu fünf Themen.

Worum geht es in dem Online-Seminar „Kundenmagnet Videomarketing- Journalisten auf sich aufmerksam machen“?

Es geht darum, wie Unternehmen Journalisten oder Kunden besser erreichen können, indem sie authentischer kommunizieren lernen.

  • Wie man eine spannende Story entwickelt.
  • Wie man ohne viel Geld auszugeben sichtbar werden kann.
  • Ehrlich und authentisch mit guten Texten überzeugen – wie man mit einem guten Text und magnetischen Wörtern besser wirkt.
  • Seine eigene Zielgruppe kennen lernen: Wer ist wichtig für das Unternehmen und dessen Anliegen?
  • Wie kommt man an Bildmaterial, wenn man nicht viel Geld ausgeben möchte?
  • Wie schneidet man innerhalb von 30 Minuten einfach einen Film?
  • Filmen mit dem Smartphone: Wie man in 30 Minuten seinen eigenen Film selbst erstellen kann – mit dem Smartphone.

Wie könnte sich die Kommunikation zwischen JournalistInnen und PR-Verantwortlichen in Ihren Augen verbessern? Was waren Ihre Erfahrungen mit ResponseSource?

Ehrlichkeit hilft!

Von Vorteil ist es, wenn der oder die PR-Agent/in sich damit auseinandersetzt, was für die Redaktion des Journalisten relevant und interessant ist. Ein Journalist ist oft dankbar für Hinweise oder Details, die ein Fachmann vielleicht nicht so gut erklären kann wie ein in Kommunikation geschulter PR-Verantwortlicher. Deshalb gibt es diese ja auch – im Endeffekt hilft das dann wieder dem Journalisten, der dem Leser/Zuhörer oder Zuschauer Informationen möglichst verständlich präsentieren muss.

Zusätzlich dazu sollten PR-Verantwortliche schnell und individuell auf Anfragen eingehen – keine Kollektiv-Reaktionen schicken oder nur eine E-Mail als Antwort-Modus bereit halten.

Responsesource sehe ich als eine gute Quelle: um neue Themen und Tipps zu erhalten. Ich kann es nutzen, um einfach noch mal andere Ansprechpartner zu erhalten, Sachlagen aus diversen Blickwinkeln zu betrachten. Es ermöglicht die schnelle Verknüpfung zwischen Menschen und Themen.

Wie war Ihre Erfahrung mit Unternehmern, die werben wollten?

Natürlich haben sich auch PR-Fachleute bei mir gemeldet, die bestimmte Produkte promoten wollten. Ich bin dann immer ganz ehrlich, bedanke mich und sage, dass ich danach nicht suche. Responsesource ist eine alternative Ideenquelle – auch für das Finden neuer Themen-Ideen und Aspekte.

Hier geht es zur Website der Journalistin: www.sarah-lindner.de

Hier geht es zu ihrem Online-Gratis-Kurs:  http://www.kundenmagnet-videomarketing.de

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