Lieblinks von ResponseSource

Lieblinks – Linktipps vom August

Wir melden uns zurück aus einer kurzen Sommerpause, nicht unbedingt sonnengebrannt, aber immerhin erholt und munter. Wegen der einmonatigen Lieblinks-Pause haben sich auch einige zeitlose Artikel aus dem Juli in die Liste geschlichen, die wir besonders interessant fanden.

Was ist nochmal der Sinn der Lieblinks fragt Ihr? Hier empfehlen wir Links zu Artikeln die sich entweder mit den Themen Journalismus, Medien und Recherche beschäftigen, und/oder in unseren Augen besonders gute Vorzeigebeispeile für interessanten und qualitativen Journalismus sind.

Ich hoffe, Ihr habt Spaß beim Lesen und Durchklicken!

 

#Journalismus

Der Hype ist jetzt schon wieder fast vorbei aber Pokemon Go hat viele Menschen doch sehr während diesem Sommer begleitet. Was Augmented Reality mit Philosophie zu tun hat, und wie es gesellschaftliche Normen und Verhaltensarten verändern kann, zeigt Maja Beckers (@maja_larissa) in der Philosophie-Zeitschrift Hohe Luft.

 

Eine Frage die nach jeder Katastrophe, jedem Akt des Terrors, durch die journalistische Szene zieht: Sollten seriöse Medien sich auf ein sogenanntes Rattenrennen mit den sozialen Netzwerken einlassen? Die entschiedene Antwort von vielen Medienschaffenden ist zurecht: Nein. Denn seriöser Journalismus sollte keine Spekulationen verbreiten, sondern sachliche und gut recherchierte Fakten aufbereiten. Doch was passiert, fragt Paul-Josef Raue (@pjraue), wenn Zuschauer diese sachliche Berichterstattung weniger wahrnehmen als die ungeprüften Sofortmeldungen in den sozialen Netzwerken? Wie sollten Medien damit umgehen? [Event-Tipp passend hierzu: torial academy bietet ein Webinar zu „Journalismus in Terror-Zeiten: Ist weniger mehr?“ mit Daniel Bröckerhoff, Daniel Fiene und Anika Joeres an.]

 

Eine Story mit globalem Interesse wie die Panama Papers ist für jeden Journalisten ein Traum und leider eine extreme Seltenheit. Um im heutigen digitalen Zeitalter der Informationsflut noch beachtet zu werden, bedarf es einer gewissen Kreativität und innovativem Storytelling, um Leser für eine Story zu begeistern. Dieser Artikel des Global Investigative Journalism Networks (@gijn) gibt Ideenanstöße und einige internationale Beispiele wo dies bereits gelungen ist (CORRECT!V wird dabei übrigens auch erwähnt).

 

Hassrede – wie geht man damit um, was ist die Rechtslage? Stanley Vitte hat im Fachjournalist (@DFJV_News) einen großartigen Überblick zusammengestellt mit vielen praktischen Tipps.

 

Wie es in der Wirklichkeit aussieht, wenn eine Redaktion gegen falsche Internetmeldungen und Hetze ankommen muss, erzählt der Lokalredakteur Michael Würz (@michaelwuerz) bei Übermedien. Und er appelliert daran, dass gute Erklärarbeit sogar Lügenpresse-Schreier zu Verbündeten bekehren kann.

 

Ganz aktuell haben sich Daniel Fiene (@fiene) und Herr Pähler (@herrpaehler) ebenfalls in ihrer Radiosendung Was mit Medien mit dem Thema Hetze beschäftigt und dazu die Social-Media-Chefin von der „Welt“, Niddal Salah-Eldin, interviewt. Die Welt wird ebenfalls von Lesern, für die geschickte Art wie sie ihre Facebook-Fanpage moderiert, gelobt.

 

Infotainment und der sogenannte Selfie-Journalismus, bzw. Journalismus wo der Journalist selbst eine Hauptrolle in der Berichterstattung einnimmt oder aus seiner/ihrer eigenen Perspektive berichtet:  Ist dies eine Anpassung an den Trend der Zeit oder schadet diese Form der Subjektivität dem Ruf des Journalismus langfristig? Roland Tichy (@RolandTichy) ruft zur Debatte auf. Was ist Eure Meinung?

 

Wir haben alle von den Goldmedaillisten, den Doping- und Korruptionsskandalen gehört. Doch ein Aspekt wird in der Live-Berichterstattung von Sportveranstaltungen wie den Olympischen Spielen nur selten beleuchtet: Wie erleben Journalisten, die Menschen hinter den Berichten und Kameras, eigentlich die olympischen Spiele? Christian Spiller (@stammplatz) berichtet auf herrlich selbstironische und witzige Art vom „Fünfkampf der Journalisten“ und von „olympischen Augenringen“.

 

Apropos Selbstironie: Der Author Simon Urban beschreibt in der ZEIT eine aktuelle gesellschaftliche Tendenz zum chronischen Beleidigtsein und zu einer schwindenden Debattenkultur. Ein Phänomen das durch das Internet und soziale Netzwerke weltweit womöglich an Einfluss gewonnen hat, Stichwort „Shitstorm“. Der Author beschreibt, warum dies die Meinungs- und Kunstfreiheit langfristig gefährden kann.

 

#Longreads

In „Das Böse lauert überall“ beschreibt Sacha Batthyany (@SachaBatthyany) seine Erfahrungen in einem wohlhabenden Vorort in den USA, knapp zwanzig Minuten vom Weissen Haus entfernt. Doch die Idylle trügt, denn bald wird ihm klar, dass die von Kindern leergefegten Straßen ein Symptom von Angst, Furcht und sogar Panik vor Jedem und Allem sind. Welchen Beitrag die amerikanischen Medien zu diesem nationalen Gefühl von Angst beigetragen haben, kommt dabei auch zur Sprache.

 

Ein faszinierendes Porträt einer außergewöhnlichen Frau von Salome Müller (@SalomeMller) in „Sie denkt wie ein Tier“. Temple Grandin versteht wegen ihrer Form des Autismus Tiere besser als Menschen und musste die menschliche Sprache und soziale Normen von Grund auf lernen. Jetzt berät sie Schlachthöfe weltweit, damit die Tiere nicht in Panik verfallen und so würdevoll wie möglich gehalten werden.

 

Möchtet ihr Inhalte vorschlagen zu den Themen #Journalismus, #Medien, #Recherche? Dann meldet euch gerne be mir per E-Mail (stephanie.hauer@responsesource.de) oder auf Twitter (@RS_Germany).

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