Lieblinks von ResponseSource

LiebLinks – Linktipps vom Juni

Das Brexit-Votum hat die Nachrichtenszene in letzter Zeit in Atem gehalten, doch bei uns heißt es wie immer – Business as usual! In diesem Monat haben einige faszinierenden Webreportagen unser Interesse gewegt sowie eine erste Leseprobe von Perspective Daily, der Digital News Report von Reuters und ein etwas gruseliges neues IT-Vorhaben.

Viel Spaß beim Durchklicken!

 

#Journalismus

In einer Langzeitreportage für den SWR begleiten Sandra Müller (@radiomachen) und Katharina Thoms (@mediathoms) vier Menschen, die in Meßstetten wohnen oder in der dortigen Flüchtlingsunterkunft arbeiten, bis zum Ende des Jahres. Die Web-Doku zeigt die Umstände und wichtige Hintergründe zur Flüchtlingseinrichtung und wurde nicht umsonst für den Grimme Online Award 2015 nominiert.

 

Das Online-Magazin für konstruktiven und lösungsorientierten Journalismus – Perspective Daily – wurde offiziell gelauncht und hat einige Leseproben auf ihrer Webseite veröffentlicht. Darunter einen hochinteressanten Artikel zu den Hintergründen von geraubtem, beziehungsweise blutigem, Öl von Han Langeslag (@Longsledge). Unser Fazit: Gut recherchiert, verständlich erklärt und höchst informativ – und natürlich mit realistischen Lösungsvorschlägen. Perspective Daily hat nicht zuviel versprochen.

 

Eine sehr empfehlenswerte Analyse der neuen Abhängigkeit der Verlage von Facebook bietet der frühere Geschäftsführer von Chartbeat Tony Haile. Auf detailvolle und sogar unterhaltsame Art und Weise präzisiert Haile die neuen Umstände, sowohl Vor- und Nachteile für Verlage und wie diese den Verlust an Kontrolle am Besten bewältigen sollten. Eine Empfehlung von Frederik Fischer (@FrederikFischer), Chefredakteur von piqd.

 

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Frauen und insbesondere Journalistinnen oft Opfer von Drohungen und verbaler Gewalt in sozialen Netzwerken werden, doch das Problem wird selten ernsthaft thematisiert. Vier prominente Journalisten wehren sich gegen den Hass im Netz, indem sie zur ernsthaften Debatte aufrufen und ihre Erfahrungen in all ihrer schockierenden Wahrheit im Falter offenlegen.

 

Der Journalist Declan Walsh von der New York Times wird nach Syrien geschickt, um einen direkten Eindruck von der dortigen Lage zu gewinnen. Das Ergebnis: Eine wunderschön aufbereitete und erzählte Web-Doku die einen unbegreiflich nahen Einblick in die Umstände in Syrien bietet, mit einigen unerwarteten Kontrasten.

 

#Recherche

Inhalte und O-Töne aus sozialen Netzwerken werden immer öfter in der Berichterstattung eingesetzt, insbesondere in Newstickern. Wenn sich dann im Nachhinein herausstellt, dass die Quelle oder Aussage falsch war, dann ist das peinlich und schadet der Reputation. Die DW und der griechische Partner Athens Technology Center entwickeln deshalb die Verifizierungsplattform „Verify.Media“, welche Journalisten dabei helfen soll, Inhalte aus sozialen Medien auf ihre Echtheit zu überprüfen.

 

Wie und wo Adblocker am meisten eingesetzt werden und wie der Adblocker-Trend sich in Zukunft entwickeln wird, zeigt der Digital News Report vom Reuters Institute for the Study of Journalism der University of Oxford, hier zusammengefasst von Jan Firsching (@JanFirsching) von Futurebiz (@futurebiz_de).

 

Wer sich für den Zustand des Internets und Online-Trends interessiert, kommt ebenfalls an dem Trend-Bericht von Mary Meeker aus dem Silicon Valley nicht vorbei.

 

#SocialMedia

Jetzt wird es etwas gruselig: Ein russisches IT-Unternehmen hat eine App entwickelt („Find Face“), die es erlaubt, jedes beliebige Gesicht mittels Algorithmen und einem Foto-Vergleich-System ausfindig zu machen. In diesem Interview von jetzt mit Chef Artem Kukharenko erfahren wir, wie diese Technologie in naher Zukunft womöglich eingesetzt werden kann und warum wir uns jetzt damit beschäftigen sollten.

 

Ihr habt es wahrscheinlich auch schon bemerkt: einige Twitter-Accounts haben diese lustigen (((Klammern))) im Namen. Hättet ihr gedacht, dass antisemitische Hetze von amerikanischen Neo-Nazis dahinter steckt? Doch auch Accounts von nicht-jüdischen Usern enthalten jetzt dieses Symbol, als Zeichen der Solidarität mit den Opfern. Die ganze Erklärung liefert Hakan Tanriverdi (@hatr) in der Süddeutschen Zeitung.

 

Und zuletzt noch ein Update zum Newsfeed von Facebook, welches Medienmacher betrifft: Künftig werden geteilte Inhalte von Freunden im Newsfeed stärker berücksichtigt als die Inhalte von Content-Anbietern, was unter anderem die Reichweite der Artikel auf Facebook beeinflussen kann. Die Teilbarkeit von Artikeln gewinnt somit eine größere Bedeutung. Quelle: socialmediawatchblog (@smwatchblog).

 

 

Möchtet ihr Inhalte vorschlagen zu den Themen #Journalismus, #Medien, #Recherche? Ich habe immer per E-Mail (stephanie.hauer@responsesource.de) oder auf Twitter (@RS_Germany) ein offenes Ohr.

 

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