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Lieblinks – Linktipps vom November

Was für ein Monat! So ein Monat ist schwer in Worte zu fassen, mit Links geht’s leichter ;-). Die Themen des Monats sind u. a.: Lösungsansätze zur Finanzierung von Journalismus beim Handelsblatt-Hackathon, die Zukunft von (klassischer) PR, das Planen von Storytelling und Langform-Texten, der Umgang mit Sprache in den Medien, und was der Sieg von Donald Trump uns in puncto Filterblasen und Bots gelehrt hat.

 

Die Verlagsgruppe Handelsblatt hatte diesen Monat zum Hackathon aufgerufen, um Konzepte für die Finanzierung von Journalismus auszuarbeiten. Mitglieder haben sich dabei der Methode des Design Thinkings angenommen, um auf Kunden fokussierte Lösungen auszuarbeiten. Einige interessante Lösungsansätze kamen dabei heraus, von denen man sich inspirieren lassen kann.

 

Felicitas Ernst von pressesprecher hat einen Blick in die Zukunft der PR geworfen und festgestellt: Klassische PR ist weiterhin sehr wichtig und sollte nicht unterschätzt werden.

 

Beim diesjährigen Mozilla Festival, das internationale Festival für ein offenes Internet, hatte Aljazeera einen sehr nützlichen Einblick in die strategische Planung von Langform-Artikeln gegeben. Da kann man sich so einiges abgucken.

 

Und falls dies nicht ausreicht, hat die Schweizer Journalistenschule MAZ eine sehr praktische Karte für multimediales Storytelling zur Verfügung gestellt, die dabei hilft, die richtige Darstellungsform zu finden.

 

Martin Giesler hat 99 Gedanken zur Entwicklung von Social Media und Journalismus notiert. Welche Rolle wird Snapchat im Journalismus spielen? Wie sieht es mit Live-Videos oder Roboterjournalismus aus? Sehr interessante Prognosen, da kann man sich die 5 Minuten Zeit zum Lesen ruhig nehmen.

 

Das ZAPP-Magazin warnte in einem Beitrag, dass politische Floskeln wie „Überfremdung“ zu schnell und unkontrolliert von Medien übernommen oder wiederholt werden, selbst wenn diese teilweise aus dem nationalsozialistischen Sprachgebrauch stammen. Da sprachliche Begriffe in den Köpfen von Menschen ganz konkrete Bilder wecken und Deutungsmuster aktivieren können, ruft das Magazin Medien zum verantwortungsvollen Umgang mit Sprache auf.

 

Ganz klar war der (überraschende?) Wahlsieg von Donald Trump in den US-Präsidentschaftswahlen das Hauptthema Nr. 1 diesen Monat. Ein sehr ausführlicher Artikel von Joshua Benton bei Niemanlab wies gleich am Tag danach auf den dramatischen Effekt hin, den algorithmisch gesteuerte Filterblasen auf die US-Wahlen hatten und wahrscheinlich auch in Zukunft auf das politische Geschehen haben werden. Er zeigt zudem, wie Journalismus Teil des Problems war, aber auch Teil der Lösung werden kann, den Kampf mit Fake News aufzunehmen und die eigene Glaubwürdigkeit wiederzugewinnen.

 

Einer der wenigen, der den Sieg von Donald Trump bereits vor Monaten vorhergesagt hatte, war Michael Moore. In gewisser Weise ist dies wenig überraschend, denn rein theoretisch gehört er zu Donald Trumps Hauptzielgruppe, als Wahlbürger des sogenannten „Rust Belts“. Florian Prokop hat die Prognose von Michael Moore bei ze.tt zusammengefasst. Das Original lohnt es sich auch zu lesen.

 

Apropos Filterblasen: Spätestens seit Brexit ist es kein Geheimnis mehr, dass Bots auch das Meinungsbild von Wählern beeinflussen können und Bots wurden in den sozialen Netzwerken während des US-Wahlkampfes massiv eingesetzt. Klaus Eck fasst zusammen, wie genau Bots im Wahlkampf genutzt wurden. Es fragt sich natürlich, wie wir verhindern können, dass diese Form der Einflussnahme sich auch in Europa durchsetzt. Schweigen ist jedenfalls keine Lösung, meint Eck.

 

Möchtet ihr Inhalte für die nächsten Lieblinks vorschlagen? Dann schreibt mir eine E-Mail (stephanie.hauer@responsesource.de) oder meldet euch auf Twitter (@RS_Germany)!

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