„Mit kritischem Blick Wichtiges von Unwichtigem trennen“

Redakteur Mario Walser von Beschaffungsmanagement

Redaktionsleiter Mario Walser von Beschaffungsmanagement

Journalistenprofil: Mario Walser, Redaktionsleiter Beschaffungsmanagement

Mario Walser, Jahrgang 1972 ist Redaktionsleiter der Schweizer Fachzeitschrift „Beschaffungsmanagement“. Die Publikation berichtet zehnmal jährlich in Deutsch und zum Teil auch in Französisch über relevante Themen aus den Bereichen Beschaffung, Materialwirtschaft und Supply Management.

Im Interview mit ResponseSource erzählt er von seinem „Netzwerk 1.0“, die Suche nach Gastautoren und welche Rolle die Einhaltung von Gesetzen und Normen im Beschaffungsmanagement spielt.

1. Können Sie Leser, die nicht vom Fach sind, kurz abholen: Worum geht es im Beschaffungsmanagement, welche Geschichten verbergen sich hinter dem Begriff?

Das „Beschaffungsmanagement“ ist eine Fachzeitschrift. Sie wird von procure.ch, dem Schweizer Fachverband für Einkauf und Supply Management, herausgegeben und richtet sich an Einkaufsverantwortliche in Industrie-, Handels und Dienstleistungsfirmen.

Unser Fachverband bietet Aus- und Weiterbildungen, Serviceleistungen (u.a. den Purchasing-Managers’-Index, PMI) sowie diverse Netzwerk-Plattformen für Einkäufer aller Stufen an.

In unserer Fachzeitschrift beleuchten wir die hohe Diversität des Beschaffungsalltags. Das heisst, wir berichten über relevante Themen (2016 beispielsweise über die Globalisierung der Märkte, die fortschreitende Digitalisierung, über Nachhaltigkeit, Resilienz und flexible Arbeitswelten) beleuchten Trends, liefern Zahlen und Fakten aus den Märkten, schildern umgesetzte Lösungen und interviewen Persönlichkeiten aus Einkauf und auch Bildung.

2. Wie gelingt es Ihnen, bei so einem globalen Thema den Überblick zu behalten und geeignete Informationen zu ermitteln?

Zuallererst dadurch, dass mich die Thematik fasziniert. Natürlich hilft mir auch mein „Netzwerk 1.0“, einen Überblick zu schaffen. Dazu gehören Menschen, die ich während meiner Arbeit als Journalist, Redakteur und Produzent kennengelernt habe. Sie sind Hinweisgeber, mögliche Ansprech- und/oder Interviewpartner.

Während meines Studiums der Politikwissenschaften und auch in den Jahren als Berufsschullehrer habe ich zudem gelernt, mit kritischem Blick Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, oder nach Relevanz zu ordnen – und lesefreundlich aufzubereiten. Ich versuche jeweils auch, meine Recherchefragen aus der Sicht des „noch unwissenden“ Lesers zu stellen.

3. Mit Ihrem Schwerpunkt auf Beschaffungsmanagement recherchieren Sie nach äußerst spezialisierten Ansprechpartnern und Anliegen. Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit ResponseSource gemacht?

Ich bin hauptsächlich auf der Suche nach qualifizierten Gastautoren aus dem deutschsprachigen Raum – für unsere Fachartikel. Mit Betonung auf „Fach“, denn unsere Fachzeitschrift soll keine Plattform für versteckte PR sein. Dafür bieten wir bezahlten Inserateraum und auch PR-Reportagen an, die wir entsprechend kennzeichnen.

ResponseSource hilft mir Zeit zu sparen – und eröffnet die Möglichkeit, dass meine Anfrage an Menschen gelangt, die ich möglichweise noch gar nicht auf meinem „Radar“ hatte. Auf meine Anfragen habe ich jeweils eine beträchtliche Anzahl an Antworten interessierter Unternehmen erhalten. Wenn unter der Rubrik „angefragte Information“ noch „Autor für Fachartikel“ aufgeführt wird, ist die Suchmaske annähernd perfekt gestaltet.

4. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrer Branche? Beobachten Sie Veränderungen in den Anforderungen im Beschaffungsmanagement?

Wenn Sie damit Dinge wie Respekt und Würde im Umgang mit den Mitarbeitenden, die Schonung und Erhaltung der natürlichen Ressourcen, Partnerschaften mit Lieferanten, die fair produzieren und auch Kunden, die integer wirtschaften sowie die Einhaltung von Gesetzen und Normen ansprechen – dann spielt Nachhaltigkeit im Bereich Einkauf und Beschaffung eine natürlich elementare Rolle.

Jedes produzierende Unternehmen, sei es noch so klein, muss Güter und Dienstleistungen einkaufen und beschaffen, damit es überhaupt etwas herstellen kann – Einkauf und Beschaffung gibt es also in jeder Branche, unabhängig von der Unternehmensgrösse. In den vergangenen Jahren haben viele Firmen – aufgrund der volatilen Märkte und nicht zuletzt auch infolge der Digitalisierung – ihre Organisation, Prozesse und Systeme in puncto Beschaffung optimiert. Die Rolle der Einkäufer hat sich gewandelt: Sie sind nicht mehr nur einfach „operative Bestellabwickler“, sondern strategische Business-Partner.

 

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