„Unternehmen können mit Podcasts ihre Zielgruppe besser ansprechen“

Gunnar Schuster vom Erfolgs-Podcast „Unlearning“

Gunnar Schuster vom Erfolgs-Podcast „Unlearning“

Expertenprofil: Gunnar Schuster, Online-Unternehmer und Podcast-Experte

Gunnar Schuster ist Online Unternehmer und Podcast-Experte und podcastet seit Ende Dezember 2015 zum Thema „Erfolg“. Er belegte mit seinem Podcast bereits Platz 1 in der Kategorie Wirtschaft sowie Top Plätze zu den Themen Geld und Unternehmertum. In diesem Experten-Interview verrät er uns, wie sich dieser Trend aus den USA jetzt im deutschsprachigen Raum verbreitet und warum Podcasts auch für Unternehmen immer wichtiger werden.

Podcasts sind in aller Munde. Wie können Unternehmen das neue Format nutzen?

Podcasten ist ein Medium, das in den USA schon sehr intensiv von Unternehmen und selbst ehemaligen CEOs, wie Jack Welch, genutzt wird. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Unternehmer im deutschsprachigem Raum auf dieses Medium aufmerksam werden und es in ihr Portfolio aufnehmen. Denn wenn man weiß wie es geht, ist es einfach zu produzieren, zu verbreiten und viel wichtiger noch einfach zu konsumieren. Daher ist es auch logisch, dass große europäische Verlagshäuser diese Entwicklung des Podcast-Marktes sehr genau beobachten.

Ein weiterer Vorteil für Unternehmen ist es, dass Apple eine native App auf ihren neueren Geräten vorinstalliert hat. Das heißt, dass Hörer, Interessenten und potentielle Kunden direkten Zugang zu den Inhalten haben, ohne den Umweg über beispielsweise Werbung in den Printmedien gehen zu müssen. Dazu kommt, dass die Podcast-Inhalte nicht als Werbung wahrgenommen werden, wenn man sie richtig aufbaut, und somit eine starke Kundenbeziehung erreicht werden kann. 

Auch ist es vielen Unternehmern noch nicht bewusst, dass die Zielgruppenansprache mit einem Podcast besser funktioniert als über Radio und dadurch auch die Experten-Positionierung des Unternehmens geschärft wird.

Ein generelles Phänomen im Podcasten ist, dass die Inhalte sehr gerne weiterempfohlen werden und dadurch ebenfalls ein viraler Effekt erzeugt werden kann. Dadurch können Unternehmer hohe Kosten sparen, die sie sonst vielleicht für andere Werbung ausgegeben hätten.

 Ihr Podcast heisst „Unlearning“. Was genau soll der Zuhörer verlernen?

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir nicht darauf trainiert werden, die Dinge zu machen die uns Spaß machen. Vielmehr werden wir dazu trainiert, die Dinge zu tun, die uns jemand sagt, dass wir sie tun müssen. Das heißt, wir leben in einer Gesellschaft, wo wir funktionieren dürfen und eine Karriere und Leben, das du liebst, ein Widerspruch ist. Daher gibt es den „Unlearning Podcast“ – damit Menschen erkennen, dass es möglich ist, sich eine Karriere und authentisches Leben nach ihren eigenen Wünschen zu erschaffen.

Denn andere haben es geschafft. Andere sind ihren eigenen Weg gegangen. Das heißt: Wenn es eine Person schafft, kann es jemand anderes auch schaffen. Daher gibt es den Podcast – um genau herauszufinden, was Menschen getan haben, um ihre Leidenschaft heute leben zu können. Denn dann ist es einfach. Dadurch können sich andere Menschen genau das heraussuchen, das auf ihre Situation passt, das anwenden und sich somit ein Leben gemäß ihren Vorstellungen erschaffen.

Welche Eigenschaften haben die Menschen gemeinsam, die Sie in Ihren Interviews porträtieren?

Es gibt mehrere Gemeinsamkeiten, die diese Menschen aufweisen. Zunächst handeln sie alle non-konform. Sie akzeptieren nicht den Status Quo und wollen oftmals etwas verändern.

Viele der Interviewpartner haben große Hindernisse überwunden – ob das über 400.000 Euro Schulden waren, jahrelange Arbeitslosigkeit, Krankheiten oder die eigenen Einschränkungen – sie alle hatten extreme Schwierigkeiten auf ihrem Weg zum Erfolg. Vermutlich ist eines ihrer Geheimnisse, dass sie trotz Umstände immer wieder aufgestanden sind.

Ein weiterer Punkt ist, dass sie in allen Dingen die positive Seite suchen und auf ihr Umfeld achten. Jim Rohn hat es sehr gut ausgedrückt: „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“

Der letzte Punkt ist: Sie unterstützen gerne andere Menschen – auch ohne etwas dafür zu bekommen.

Was sind in Ihren Augen die Erfolgsfaktoren von ResponseSource?

Der größte Vorteil von ResponseSource ist, dass Journalisten mit Unternehmern zusammengebracht werden. Journalisten sind oft auf der Suche nach zuverlässigen Quellen, die ihnen einen Mehrwert bieten. Unternehmen wollen auf der anderen Seite ihre Expertise weitergeben und diese in den Medien präsentieren. Für beide Seiten ist es letztlich eine Win-Win-Situation. Unternehmen gewinnen kostbare Pressekontakte und Journalisten erweitern ihre Quellen.

Zeit ist unser kostbarsten Gut und ResponseSource bietet eine Zeitersparnis für Journalisten, denn durch die Plattform wird der Rechercheaufwand für Journalisten verkürzt. Ein Nebeneffekt ist, dass die Journalisten ihr Netzwerk erweitern.

Was ist das nächste große Ding im Podcasten?

Im deutschsprachigem Raum könnte eine Entwicklung sein, dass sich Werbenetzwerke für Podcasts etablieren und dadurch eine Konkurrenzsituation zur Radiowerbung geschaffen wird. Der Vorteil ist der, dass Unternehmen in einem Podcast Werbung für die richtige Zielgruppe schalten können. So hören beispielsweise nur Menschen einen Podcast über Triathlon, die sich auch dafür interessieren. Ein weiterer Punkt ist, dass immer mehr Online-Plattformen wie Spotify oder GooglePlayMusic Podcasts anbieten werden und somit die erreichbare Zielgruppe immer größer wird.

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Über Christiane Gross

Christiane Gross ist gebürtige Südtirolerin und hat nach ihrem BWL Studium an der Bocconi Universität in Mailand mehrere Jahre im Marketingbereich für internationale Lebensmittelkonzerne in Barcelona gearbeitet. Dort hat sie dann ihren Job an den Nagel gehängt und sich für ein Jahr auf Weltreise begeben. So ist sie in London „hängengeblieben“, um dort eine Familie zu gründen. Bei ResponseSource kümmert Sie sich um die Antwortgeberseite als Marketing and Sales Executive.

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