„Was Suchmaschinen alles können und Sie wissen sollten“

Michael Kohlfürst und Andrea Starzer von PromoMasters

Michael Kohlfürst und Andrea Starzer von PromoMasters

Unternehmensprofil: PromoMasters Online Marketing

Der Erfolg eilt ihnen voraus: Michael Kohlfürst und Andrea Starzer von PromoMasters unterstützen Unternehmen bei Ihrem Online Auftritt sowie der Auffindbarkeit von Produkten & Services im Internet und geben Seminare zum Thema Online Marketing. Kohlfürst, als  Master der Suchmaschinenoptimierung (SEO), hat  das Unternehmen bereits vor 16 Jahren gegründet. Starzer kommt aus dem Bereich Human Ressources und steht im Unternehmen für Digital Employer Branding Lösungen und läßt Arbeitgebermarken nun auch im Internet strahlen.

Mit Ihrem Team in Salzburg und Wien betreuen Sie große, kleine, nationale wie internationale Unternehmen rund ums Thema Online Marketing und TOP Auffindbarkeit in Suchmaschinen.

Hier sprechen beide unter anderem über Zukunftstrends und die Vorteile des Networking.

Was würden Sie einem kleinen und mittelständischen Unternehmen für seinen digitalen Internetauftritt raten?

A.S.: Wir raten: Handeln, während andere noch darüber reden. Leider versäumen viele, gerade kleinere Unternehmen aktuell den Anschluss in Richtung Online Marketing und halten sich am traditionellen Printmarketing fest. Doch ist Online Marketing besser messbar und man kann seine Zielgruppe viel effektiver ansprechen, was vor allem für Nischenprodukte interessant ist. Ausserdem bietet das Internet die Möglichkeit, sich als Arbeitgebermarke zu positionieren und seine Reputation sowohl bei Kunden als auch bei zukünftigen Mitarbeitern auszubauen.

M.K.: Viele Unternehmer meinen „Was nichts kostet – ist nichts wert“. So werden leider oft kostenlose Basismöglichkeiten links liegen gelassen. Sie können z. B. mit einem Eintrag in der Webseite der Gemeinde, bei der Handels- oder Wirtschaftskammer oder in Branchenbüchern und Webkatalogen beginnen. Google My Business ermöglicht Ihnen die Auffindbarkeit bei Google, sogar ohne eigene Internetseite und dies auf allen Geräten bis hin zur Smartwatch. Eine eigene Webseite und dazu passende E-Mail-Adresse sind für ein paar Euro im Monat zu haben, denn es gibt viele kostenfreie oder sehr günstige Website-Vorlagen.

Manche kaufen oder bestellen sich Marketing Tools, Plattformen oder Werbung, die teilweise viel zu teuer sind, doch damit ist wohl nur das schlechte Gewissen beruhigt. Langfristig kann es sich kein kleines oder mittelständisches Unternehmen mehr leisten, die Verantwortung für gutes Online Marketing abzugeben. Wo sich die Verantwortlichen gegen diese Tendenz stemmen, ist vielleicht ein Personalwechel die bessere Alternative. In unseren Seminaren zeigen wir gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen, wie Sie mit etwas Zeit solche Maßnahmen kostengünstig selbst in die Hand nehmen können.

Derzeit gibt es immer mehr Unternehmensberater, die den Suchmaschinen-Erfolg versprechen. Woran erkennt man die seriösen SEO Experten?

A.S.: Wir raten auf jeden Fall dazu, im Internet über den Anbieter zu recherchieren. Man sollte unbedingt Zeit investieren, um Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Kunden nachzulesen, damit man sich bereits ein Bild von der Seriösität machen kann. Und findet man gar nichts über die Person, kann das sogar suspekt sein, denn man könnte sich die Frage stellen, ob dieser etwas zu verbergen hat? Von „Google TOP 10“-Versprechen distanzieren wir uns klar, denn bei der Platzierung spielen auch nicht beinflussbare Variabeln eine Rolle, wie zum Beispiel was die Konkurrenz macht und mit wieviel Budget oder Manpower.

M.K.: Ein „Top 10“-Versprechen kann zwar möglich sein, man muss Angebote und allgemeine Geschäftsbedingungen aber sehr genau überprüfen. Leider stehen dann oft einzelne Aspekte in Form von wenigen Suchworten im Mittelpunkt, es muss hingegen auf das gesamte Erscheinungsbild des Unternehmens im Internet wert gelegt werden. Gutes SEO ist ein langfristiger Prozess und keine Waschmaschine, die man ein- und ausschaltet. Grundsätzlich sollte die Agentur/der Experte die Wünsche und Ziele des Kunden kennen und ihn darüber aufklären, wie und ob diese im Rahmen des Budgets zu erreichen sind.

Wohin glauben Sie bewegt sich der Zukunftstrend im Bereich des Internets für Unternehmen?

M.K.: Die klassische Suche wird immer mehr von elektronischen Assistenten ersetzt werden. Diese werden Information von unseren Kalendern, Aufenthaltsorten, Heizung und Kühlschrank, sowie TV-Geräten und vielem mehr beziehen. Assistenten wie Google Now, Cortana (Microsoft) und Siri (Apple) funktionieren bereits in diese Richtung und geben z.B. Auskunft darüber, wann man heute das Haus verlassen muss, um trotz Staus pünktlich im Büro zu sein. Oder das Smartphone meldet, dass das Auto getankt werden muss und schlägt bereits den besten und günstigsten Zeitpunkt zum Tanken vor. Branchen-Insider prophezeien, dass wir in 2-3 Jahren die weitreichende Verwendung dieser Tools akzeptieren werden. Dann werden wir diese aus Bequemlichkeit andauernd benutzen, ohne es bewusst zu merken.

A.S.: Über Google kommt bereits jetzt nur mehr ein Drittel des Traffic. Jede Zielgruppe ist auf anderen Portalen unterwegs und dies wird sich immer klarer abzeichnen. Andere wichtige Suchmaschinen können je nach Branche Amazon, booking.com, oder auch Bewertungsportale wie yelp.de sein. Wir wissen zum Beispiel, dass Techniker viel auf Twitter suchen oder Teenager auf Instagram. Traditionelle Printanzeigen kosten mehrere tausend Euro, denken Sie einmal daran, wie lange Sie damit einen Mitarbeiter bezahlen können, der sich effiziet um Ihre Online-Präsenz kümmert. Wobei ich nicht glaube, dass das Print stirbt. Die  Qualität der Printmedien wird sich weiter verbessern, denn eine Zielgruppe dafür wird es immer geben.

Sie haben beide über 999+ Xing Kontakte und über 500+ LinkedIn Kontakte. Welche Vorteile sehen Sie im professionellen „Networking“?

A.S.: Wir glauben  ans Networking und wir kennen die Leute auch alle! Oft wurde ich bereits über diese Portale gefunden und für eine spätere Zusammenarbeit engagiert, anstatt über unsere Rezeption in der Firma kontaktiert zu werden. Wenn ich selbst von einer Firma etwas brauche, denke ich zunächst, kenne ich dort jemanden und dann melde ich mich über diese Portale wieder. Man kann sich eine Reputation aufbauen, hier geht es um Personal Branding – gefolgt vom Digitalen Employer Branding, dem Aufbau einer Marke auch für Arbeitnehmer. Das wird auch die Dynamik der Stellensuche und der Stellenanzeigen komplett verändern. Über’s Networking ist es auch zur aktiven Teilnahme an der LinkedIn Kampagne gekommen.

M.K.: Wir gehen nicht hinaus und verkaufen, sondern unsere Kundenaquise verläuft über unsere Seminare, über unser Netzwerk und durch unsere Reputation. Von uns werden Sie kein Marketing-Email erhalten, wir wären die besten im SEO. Viel mehr kommen die Leute auf uns zu, denn Sie haben von uns Positives gehört. Wir haben Kunden, die teilweise schon über 10 Jahre lang von uns betreut werden.

Sie sind ein geschätzter Antwortgeber für Journalisten auf unserer Rechercheplattform ResponseSource.de. Können Sie diesen Service weiterempfehlen?

M.K.: Ja und das machen wir auch. Ich glaube man soll großzügig mit Information sein, selbst wenn dabei nur eine Recherche unterstützt wird, ohne das man genannt wird. Denn so baut man langfristig auch seine relevanten Journalisten-Netzwerke aus.

Bild: 7. Karriereforum in der Residenz Salzburg. Foto: Andreas Kolarik

 

 

 

 

 

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