EU

DSGVO – Warum „berechtigtes Interesse“ für die Öffentlichkeitsarbeit sinnvoll ist

Die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) tritt am 25. Mai 2018 in Kraft. Daryl Willcox, Gründer von ResponseSource, hat bereits ausgiebig über dieses neue Gesetz geschrieben und erklärt, warum das Prinzip des „berechtigten Interesses“ für die Öffentlichkeitsarbeit Sinn ergibt. Es verlangt, dass Unternehmen personenbezogene Daten von Personen zwar sicher verarbeiten (beispielsweise über eine verschlüsselte https-Verbindung und verschlüsselte Passwörter), ohne aber das einzelne Einverständnis beantragen zu müssen. In einer Branche wie der Kommunikationsbranche, die naturgemäß von der täglichen Kommunikation mit Medienmachern abhängt, ist es in den meisten Fällen nicht praktikabel, die Zustimmung zur Datenverarbeitung von jeder Kontaktperson zu erhalten.

In England bestätigt das „Office of the Information Commissioner“ (ICO), dass das Prinzip des berechtigten Interesses für die Nutzung und Verarbeitung von Informationen im Rahmen der Medienarbeit gilt. Bevor ein Unternehmen dieses Prinzip des berechtigten Interesses anwenden kann, muss es laut der ICO gewisse Kriterien erfüllen und zu diesem Zweck für jeden Prozess eine Bewertung Ihres berechtigten Interesses vornehmen. Dies vorzunehmen, ist zwar keine gesetzliche Pflicht, aber im Falle einer Kontrolle durch die zuständigen Aufsichtsbehörden würde dies beweisen, dass Sie dieses neue Gesetz ernst nehmen.

 

Eine Bewertung des berechtigten Interesses ist keine sehr mühsame Aufgabe, aber wenn Sie nicht mit den Feinheiten der DSGVO über die Nutzung personenbezogener Daten vertraut sind, kann es eine kniffligere Angelegenheit sein als vielleicht angenommen. Große Agenturen und Presseabteilungen sind  besser ausgestattet, um mit diesem Gesetz umzugehen. Für kleinere Agenturen kann die DSGVO abschreckender wirken (auch wenn dies zum Teil unbegründet ist). Daryl Willcox hat deswegen eine Vorlage einer Bewertung des berechtigten Interesses für eine kleine englische PR-Agentur erstellt. Wenn Sie sich nicht im Klaren sind, ob das Prinzip des „berechtigten Interesses“ auf Ihr Unternehmen zutrifft, so ist dies ein Ausgangspunkt, um Ihnen zu helfen, Ihr eigenes Dokument zu erstellen und Ihr berechtigtes Interesse zu illustrieren.

 

Die englische Vollversion dieses Textes finden Sie hier.

Weitere Texte von Daryl Willcox zur DSGVO finden Sie hier (englisch).

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