„Es genügt heute nicht mehr, einfach nur ein Produkt zu verkaufen.“

Nicole Rohde

Nicole Rohde (Foto: Maxwell-Scott)

Expertenprofil: Nicole Rohde, Maxwell-Scott

Maxwell-Scott ist ein Luxus Lederwarenhersteller aus Yorkshire in England. Das Unternehmen kombiniert britisches Design mit hochwertiger italienischer Handwerkskunst. Gegründet wurde Maxwell-Scott 2002 von William Scott Forshaw. Maxwell-Scott setzt in seinen Produkten auf Zeitlosigkeit und Haltbarkeit und will damit im klaren Gegensatz zu der vorherrschenden Wegwerfmentalität in der Modeindustrie stehen. Wir unterhielten uns mit Nicole Rohde, Internationale PR Managerin bei Maxwell-Scott.

Maxwell-Scott ist ein Luxus Lederwarenhersteller aus Yorkshire in England, die Produkte werden in Italien hergestellt. Wie kam das Unternehmen zustande und wer steckt dahinter?

Maxwell-Scott wurde von dem Briten William Forshaw gegründet, nachdem er durch die Italienreisen seiner Mutter schon in frühen Jahren mit der dortigen Handwerkskunst in Kontakt gekommen war. Jahre später arbeitete William in London in der Werbebranche und bemerkte, dass viele seiner Arbeitskollegen mit richtig heruntergekommenen Aktentaschen zur Arbeit kamen. Daraufhin erinnerte er sich an seine Reiseerfahrungen mit seiner Mutter und machte sich in Italien auf die Suche nach den besten Lederhandwerkern im Land. In der Toskana wurde er schließlich in einer kleinen Fabrik fündig, denn dort wird das Handwerk noch nach jahrhundertealter Tradition praktiziert. Aus diesem hochwertigen Leder entwickelte er dann die allererste Maxwell-Scott Aktentasche, die Paolo 2 – die auch heute noch zu unseren Bestsellern zählt.

Maxwell-Scott ist eine britische Marke, Sie sind aber auch international, inkl. in Deutschland, vertreten. Als Familienunternehmen mit internationaler Reichweite, welche Hürden und Herausforderungen gibt es in Ihrer PR-Arbeit zu überwinden?

Wir haben früh gemerkt, das wir als internationales Unternehmen PR Mitarbeiter aus den jeweiligen Ländern brauchen, um kulturelle Fettnäpfchen zu vermeiden. Dies fängt schon bei Kleinigkeiten an, denn eine Pressemitteilung, die wir an deutsche Medienvertreter schicken, muss natürlich für Österreich abgeändert werden – und sei es nur ein paar Worte, die man so in Österreich nicht sagen würde. Da das Team erst in den letzten Monaten gewachsen ist, musste ich mich zum Teil in komplette neue PR-Landschaften und Länder einlesen, was eine steile Lernkurve für mich war.

Eine zusätzliche Herausforderung ist natürlich, dass wir als noch relativ kleines Familienunternehmen einfach noch kein großes Marketing. bzw. PR Budget haben. Gerade in sehr umkämpften Märkten wie zum Beispiel der USA, können wir dadurch einfach nicht mit den großen Unternehmen und deren PR Kampagnen mithalten. Daher müssen wir in diesen Märkten stark um jedes Fünkchen Aufmerksamkeit kämpfen, was zum Teil sehr frustrierend sein kann.

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Ledertaschen wurden natürlich nicht erst gestern erfunden und die Auswahl an Konkurrenten ist bestimmt groß. Wie unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz in einem doch sehr gesättigten Markt?

Natürlich gibt es Ledertaschen wie Sand am Meer. Die Qualität macht hier allerdings den großen Unterschied. Unsere Taschen werden alle in Handarbeit in Italien hergestellt, dabei werden nur pflanzliche Inhaltsstoffe für die Ledergerbung genutzt. Das ist schon lange nicht mehr die Norm, denn viele andere Firmen setzen auf die, für die Umwelt sehr schädliche, Chromgerbung. Qualitativ merkt man den Taschen unsere traditionelle Verarbeitung auch deutlich an, denn das Leder wird dadurch besonders haltbar und ist für ein langes Leben ausgelegt – daher bieten wir auch eine Garantie von 25 Jahren auf jedes Produkt. Wir wollen mit dieser langen Garantie unseren Kunden auch einen Anreiz dazu geben, sich bewusst gegen die aktuelle Wegwerfmentalität in der Modeindustrie zu entscheiden und der Umwelt zuliebe lieber in eine zeitlose Ledertasche zu investieren, die Jahrzehnte hält.

In Ihrem Blog schreiben Sie nicht nur über Taschen oder Mode sondern auch über andere Lifestyle-Themen, welche Sie dann mit Ihrer Marke in Verbindung bringen. Warum haben Sie sich für diese Strategie entschieden?

Wir haben 2014 mit unserem Blog angefangen. Damals waren der Anreiz dafür schlichtweg SEO Gründe. So haben wir auch einfach geraten, was unsere Leser wohl interessieren könnte. Inzwischen ist der Blog ein wesentlicher Teil unserer Branding Strategie, da es heute nicht mehr genügt, einfach nur ein Produkt zu verkaufen. Als Online-Unternehmen vermarkten wir einen Lifestyle rund um die Marke Maxwell-Scott. Inzwischen tracken wir daher auch die Interessen unserer Leser mit Google Analytics und verfolgen aktuelle Themen und Trends. Dieses datenbasierte Wissen haben wir dann über die Monate und Jahre langsam aber sicher ausgebaut, so dass wir inzwischen mehr als 3000 Leser im Monat haben, die auf unseren Blog zugreifen.

Was hat Sie dazu motiviert, Antwortgeber bei ResponseSource zu werden und welche Pläne haben Sie, um die Zusammenarbeit mit Journalist*innen zu stärken?

In den letzten Monaten haben wir intern an einer Zusammenstellung eines internationalen PR-Teams gearbeitet, um jetzt die Zusammenarbeit mit Medienpartnern weltweit zu intensivieren. ResponseSource ist dabei ein unglaublich wichtiges Hilfsmittel für uns, um mit den richtigen Gesprächspartnern in Kontakt zu kommen und spannende Geschichten und Kollaborationen zu entwickeln. Gerade als kleineres Unternehmen ohne massives Marketingbudget ist es für uns unglaublich wichtig, von Medienpartnern direkt zu hören, an welchen Themen und Geschichten sie gerade interessiert sind.

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