Folge deiner Leidenschaft: Frauen im Finanzjournalismus

Ausklang

Paneldiskussion „Women in Business and Finance Journalism“ bei der Financial Times

Um die 100 Besucher und Besucherinnen kamen am Montagabend in den Räumen der Financial Times in London zusammen:

Die britische Netzwerkorganisation Women in Journalism lud mit der Unternehmensberatung Lansons ein zu der Paneldiskussion „Women in Business and Finance Journalism“.

Sechs renommierte Finanzjournalistinnen beschrieben, was sie inspiriert und schilderten ihre unterschiedlichen Karrierewege, von denen wirklich keiner dem anderen gleicht.

  • So erzählte Claer Barrett, wie sie ursprünglich als Sekretärin bei einem Handelsmagazin anfing, bis sie alle dort überzeugte, sie zur Reporterin zu machen — und sich anschließend bis zu ihrer jetzigen Position als Redakteurin für die Financial Times Money hocharbeitete, indem sie Gelegenheiten sofort am Schopf ergriff.
  • Die preisgekrönte freiberufliche Finanzjournalistin Donna Ferguson (siehe unser Interview mit Donna) kam zu der Erkenntnis, dass ihr erstes Kind ihr zu einem richtigen Karriereschub verholfen hat — weil sie mit dem Baby den freiberuflichen Weg einschlug, den sie seither äußerst erfolgreich geht.
  • Oft geht nichts über persönliche Kontakte: Hilary Osborne (@hilaryosborne), Redakteurin für Guardian Money Online, hatte Donna damals in der Kindergruppe kennengelernt und ihr Türen zum freiberuflichen Schreiben geöffnet. Auch ihr war überhaupt nicht klar, dass sie eine Karriere im Finanzjournalismus hinlegen würde. Vielmehr glaubte sie früher nicht mal, dass Journalisten von ihrem Schreiben überhaupt leben können.
  • Redakteurin Natalie Holt (@Natalie_Holt_MM) betonte, sich von niemanden einreden zu lassen, man sei nicht gut genug, sondern vielmehr an sich zu glauben. Zu Beginn ihrer Karriere sei sie auf Veranstaltungen in der Finanzbranche oft die einzige Frau gewesen, was eine recht einschüchternde Erfahrung war. Dann wurde sie die erste weibliche Redakteurin für Money Marketing in 29 Jahren Firmengeschichte.
  • Merryn Somerset Webb (@MerrynSW), Redakteurin für Money Week, meinte, dass man für gute Stories immer dem Geld folgen, und dann so tief wie möglich bohren müsse. Und sie betonte, wie wichtig es sei, jeden Tag (mindestens) eine Zeitung komplett von vorne bis hinten durch zu lesen, um up-to-date zu sein und Verbindungen zwischen Themen zu erkennen.
  • Der bleibendste Hinweis für Hirn und Herz gleichermaßen kam von Clare Parsons, Mitgründerin von Lansons: „Folge deiner Leidenschaft — und stelle sicher, dass du eine Expertin für dein Fach bist“.

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