So wird Ihre PR ein voller Erfolg: Stellen Sie Ihr Business in den Hintergrund!

Aline Pelzer

Aline Pelzer

Gastautorin: Aline Pelzer

Welcher Journalist kennt es nicht: unheimlich langweilige Pressemitteilungen, die vor allem Daten, Zahlen und Fakten beinhalten, den Eintritt eines neuen CEOs verkünden oder ein neues Produkt anpreisen. Das Schockierende: Ein Großteil der Unternehmen betreibt auch heute so PR – denn schließlich wurde Jahrzehnte lang auf diese Weise Public Relations gemacht. Und Altbewährtes sollte man nicht ändern, oder?

Doch! Und zwar aus einem entscheidenden Grund: Der Mehrwert für den Leser bleibt auf der Strecke, denn er ist gleich null. Kein Wunder, dass auf solche Pressemitteilungen heutzutage kaum ein Journalist reagieren wird. Denn der „Kunde“ des Journalisten ist: der Leser! Das heißt im Klartext: Der Leser entscheidet, welche Mitteilung ihn letztendlich interessiert. Und nach diesem Interesse richtet sich der Journalist.

Viele Journalisten stehen unter Druck

Die Zeiten sind längst vorbei, als Journalisten auf Verlagskosten Pressereisen machen konnten und Zeit für die Entwicklung von Storys hatten. Auch in ihrer Branche ist das Klima rauer geworden. So stehen sie mittlerweile unter einem enormen Druck: Denn neben dem „normalen“ Print-Ressort betreuen sie meistens noch das entsprechende Online-Ressort mit. Und hier geht es um Klickzahlen: Erhält der Bericht des Journalisten nicht genug Klicks, heimst zu viele Kritiken von Lesern ein oder – der Super-GAU – ist eine Ente, schädigt das seinen Status.

 

PR NO-GO

Was also als interne Unternehmens-Mitteilung durchaus seinen Nutzen für Mitarbeiter hat, da über Neuerungen oder Veränderungen informiert wird, funktioniert außerhalb der Unternehmens-Welt einfach nicht. Die harte Wahrheit: Der Content ist belanglos und das Netz sowie die Print-Medien bieten ein Überangebot an informativen Inhalten an. Schade, denn so werden wertvolle PR-Chancen täglich vergeudet und Pressemeldungen stattdessen mit Einheitsbrei gefüttert. Und dass, wo in jedem Unternehmen wahre Story-Schätze begraben sind, die nur darauf warten, erzählt zu werden!

 

Emotionale PR für Ihr Unternehmen

Man mag von Big-Playern wie Apple oder Coca Cola halten was man will – eins sollte man sich aber definitiv von ihnen abschauen: die perfekte emotionale Presse- & Öffentlichkeitsarbeit. Hier wird der Kunde nämlich weniger mit Fakten zum Produkt belehrt, als vielmehr ein Verbundenheitsgefühl kreiert, das sich quasi automatisch mit dem Produkt verknüpft. Platt formuliert: Wenn man Apple kauft oder Coca Cola trinkt, gehört man zu einem auserwählten Menschenkreis. Und Hand aufs Herz: Wer will nicht besonders sein? Der Effekt: Sieht, hört oder denkt der Kunde an das Produkt, empfindet er eine positive Emotion. Der Jackpot für Unternehmen – denn wie man mittlerweile aus diversen psychologischen Studien weiß, wird all unser Denken und Handeln fast komplett von unseren Emotionen geleitet. Von wegen rationales Kaufen!

Das Gute: Emotionale PR ist kein Kunststück, sondern kann von jedem, egal ob Selbstständiger oder großes Unternehmen, umgesetzt werden. Dabei sollte man folgende Punkte immer beherzigen:

1. Journalisten brauchen emotionale Storys

Finden Sie heraus, welche unkonventionellen Geschichten in Ihrem Unternehmen versteckt sind. Diese dürfen auch branchenunabhängig sein. Lösen sie sich vom „in the box-thinking“ und denken Sie unbedingt um die Ecke. Viele Unternehmen kommen beispielsweise mit Mitarbeiter-Geschichten in die Medien. So spendeten die Kollegen ihre Überstunden, an einen Mitarbeiter, eines Anbieters von Hochleistungsprüftechnik. Damit konnte dieser bei vollem Gehalt sechs Monate seinen kranken Sohn betreuen.

Der PR-Effekt ist grandios: Die Firma erhält ein familiäres, positives Image, Leser sind berührt, erinnern sich an das Unternehmen mit Herz und Kunden kaufen neben dem Produkt, indirekt ein gutes Gefühl mit ein.

 

2. Teilen Sie Ihre persönliche Heldenreise

Sie sind ein Start-up oder ein etabliertes Unternehmen und schon mal gescheitert oder hatten einen umständlichen Start mit Ängsten und Zweifeln? Perfekt! Dann haben Sie Ihre Story. „STOP“, denken Sie sich vielleicht, „dann erfährt doch jeder, dass wir nicht perfekt sind“. Ja, das stimmt und genauso soll es sein. Denn mit einem aalglatten Image erreichen sie nicht die Emotionsebene der Menschen, sondern wirken als Unternehmen statisch und clean. Mit Ihrer Heldengeschichte zeigen Sie jedoch Ihre menschliche Facette, also die Menschen hinter dem Unternehmen. Mehr noch, beweisen Sie, dass Sie nicht aufgeben, sondern sich immer wieder aus schwierigen Situationen herauskämpfen. Da logischerweise auch Kunden, Menschen sind, werden sie sich mit Ihrem Unternehmen/Start/up leichter identifizieren. Denn jeder von uns musste bereits die ein oder andere Schwierigkeit im Leben meistern.

Und eins ist sicher: Journalisten lieben Heldenstorys.

 

3. Menscheln Sie – auch bei Ihren Produkten

Auch bei Produkten können Sie eine emotionale Story kreieren – hier ist nur der Fokus entscheidend. Erzählen Sie nicht, was Produkt XY besonders kann, sondern lassen Sie Ihre Mitarbeiter zu Wort kommen: Wie ist das Design entstanden? Welche lustige Entstehungs-Anekdote gibt es dazu? Warum gehen Sie beim Vertrieb des Produktes unkonventionelle Wege? Was verändern Sie mit Ihrem Produkt im Leben von vielen Menschen? Was lösen Sie für ein Problem?

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Durch das Einbinden Ihrer Mitarbeiter in Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bringen Sie nicht nur Farbe ins Spiel, sondern wertschätzen Ihre Arbeitnehmer gleichermaßen.

 

Sie sehen, emotionale PR ist nicht schwer, sondern Bedarf lediglich etwas Übung und Kreativität. Auf sie verzichten, sollten Sie nicht! Denken Sie dran: 80 Prozent der Kaufentscheidungen geschehen, aufgrund unserer emotionalen Bindung zum Unternehmen – fangen Sie daher noch heute mit Ihrer emotionalen PR an und Sie hängen Ihre Wettbewerber ab!

 

Über die Gastautorin:

 „PR ist die Kunst, sichtbar zu werden ohne aalglatt zu wirken!“

Aline Pelzer weiß, was Journalisten und Medienvertreter brauchen – emotionale Stories, die faszinieren, statt zu langweilen. Deshalb macht die PR-Expertin Unternehmen und Selbstständige fit in Eigen-PR. Ganz klassisch im Bereich Presse & Print, als auch im Social Media und Influencer Marketing.

 

 

 

 

 

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