„Was nicht auf einen Bierdeckel passt, kann weg!“

Peter Kenzelmann

Peter Kenzelmann

Expertenprofil: Peter Kenzelmann, Keynote Speaker und Unternehmer

Diesen Monat stellen wir den Antwortgeber Peter Kenzelmann vor. Seine Lebensgeschichte als Unternehmer steht für Begeisterung und tatkräftiges Umsetzen von Ideen. In den letzten 30 Jahren hat er über zehn verschiedene Firmen aufgebaut und einen Teil erfolgreich verkauft. Er brennt für Spaß und Leichtigkeit im Business und hat in Tausenden von Trainings, Keynotes und Workshops über 50.000 Menschen begeistert und motiviert. Sein Motto ist “Was nicht auf einen Bierdeckel passt, kann weg!”. Wir wollten uns von seiner Freude und Leichtigkeit ein wenig mitreißen lassen.

 

Sie haben Soziologie und Völkerkunde studiert und haben aber bereits während Ihres Studiums Ihre erste Bäckerei eröffnet. Wie kam es dazu?

Um mein Studium zu finanzieren habe ich in einer Bäckerei als Aushilfe gearbeitet. Daraus wurde nach ein paar Monaten dann eine Filialleitung. Ich hatte wirklich Spaß daran, Brötchen zu verkaufen und im Kundenkontakt zu sein. Gleichzeitig wollte ich aber auch immer schon etwas eigenes auf die Beine stellen. Diese Chance ergab sich dann nach einem Jahr: Ich habe einen Laden gemietet, ihn eingerichtet und den Bäcker, bei dem ich gearbeitet habe, als Lieferanten gewonnen. Eine echte Win-Win-Situation sowohl für den Bäcker als auch für mich. Zu Beginn hieß das für mich, wirklich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Laden zu stehen und nebenbei das Studium abzuschließen.

Seitdem haben Sie (unter anderem) einen Verlag, ein Einzelhandelsgeschäft, einen Weiterbildungsanbieter, das DDR Museum in Berlin, ein Tagungszentrum und eine Brauerei gegründet und sind außerdem ein beliebter Keynote-Speaker. Das ist eine sehr große Vielfalt. Was hat Sie dazu inspiriert, in so viele verschiedene Business-Bereiche einzusteigen und haben Sie ein Herzensprojekt, auf das Sie besonders stolz sind?

Ich habe generell immer Lust, gute Ideen zu verfolgen. Ich suche ständig nach neuen Herausforderungen. Es ist die Lust am Ausprobieren, Experimentieren und Entdecken, die mich antreibt. Mich nur auf einen Beruf oder ein Business zu konzentrieren, weil es z.B. besonders lohnend ist, kommt für mich nicht in Frage. Das würde mich langweilen. Mein derzeitiges Herzensprojekt ist die Tagungslocation Alte Börse Marzahn: Ich freue mich jedes Mal, wenn die Gäste darüber staunen, dass es so eine kreative und doch bodenständige Location in Berlin gibt und dann noch im Bezirk Marzahn. Ansonsten stehe ich wahnsinnig gern als Keynote Speaker auf Bühnen bei Firmenveranstaltungen und breche komplexe Sachverhalte für Vertriebsmannschaften, Belegschaften oder Gründer unterhaltsam auf ein verständliches Niveau herunter. Am liebsten nutze ich dafür Metapher aus der Braukunst. Schließlich habe ich auch eine Brauerei und liebe – wie die meisten – Bier! Das öffnet die Herzen und Köpfe der Zuhörer und die Botschaften kommen an.

Sie plädieren für mehr Spaß und Leichtigkeit im Business. Welchen einen wichtigen Tipp würden Sie anderen Unternehmern unbedingt mitgeben?

Mein Tipp ist: Finden Sie heraus, was Ihnen wirklich Spaß macht. Haben Sie den Mut, dem nachzugehen. Dann kommt die Leichtigkeit von selbst. Für den einen sind es Zahlen, Daten, Fakten und für andere ist es vielleicht Wettbewerb.

Bei mir ist es die Lust am Ausprobieren und der Wunsch, Dinge in die Welt zu setzen. Dabei hilft mir – und natürlich auch anderen – die PILS-Formel (PILS= Positivität, Initiative, Lebensnähe, Souveränität) oder die PROST-Strategie (PROST = Planung, Rezepte, Originalität, Schaumkrone, Trinken/Erfolge feiern). Sie helfen dabei, sich auch unter schwierigen Umständen selbst zu motivieren, Ziele im Auge zu behalten und sie zu erreichen.  Und wer mal eine Durststrecke hat, der gönne sich einen Hopfentee. Der ist lecker und beruhigt die Nerven! Danach kommen dann auch wieder Ideen, wie es weitergehen könnte.

Sie sind auch seit Kurzem Antwortgeber bei ResponseSource. Wie möchten Sie die Recherche von Journalisten unterstützen? Wie sieht eine gute Zusammenarbeit mit Journalisten in Ihren Augen aus?

Ich habe ziemlich viele Themengebiete abonniert, da ich in vielen verschiedenen Branchen und Themen zuhause bin. Von mir können Journalisten offene, ehrliche und vor allem verständliche Antworten erwarten. Als Keynote Speaker ist es ja meine Mission, komplizierte Zusammenhänge zu vereinfachen und die Menschen damit zu motivieren, Herausforderungen anzugehen. Frei nach dem Motto: “Was nicht auf einen Bierdeckel passt, kann weg!”.

Eine gute Zusammenarbeit stelle ich mir auf Augenhöhe vor. Kritische Themen dürfen von beiden Seiten angesprochen werden. Spaß macht es, wenn am Ende auch beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren.

Wie halten Sie sich auf dem Laufenden? Welche Zeitungen, Magazine, Blogs lesen Sie?
Ich lese gern Tageszeitungen und nutze Informationen von wechselnden Blogs, die ich mir je nach Thema suche. Auf meinen häufigen Zugfahrten lese ich meistens Magazine wie Cicero, Brandeins etc.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

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